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Afghanistan-Konferenz

Bildt: Politisches Konzept für Afghanistan nötig

Publicerat torsdag 28 januari 2010 kl 13.20

Vertreter von rund 60 Staaten und zehn internationalen Organisationen beraten heute in London über das weitere Vorgehen in Afghanistan. An der Konferenz nehmen auch UN-Generalsekretär Ban und der afghanische Präsident Karsai teil. Schweden wird in London durch Außenminister Carl Bildt vertreten. In einem Gespräch mit dem Schwedischen Rundfunk wies Bildt auf die Notwendigkeit eines politischen Konzepts für Afghanistan hin:

„Auf die Dauer müssen wir eine funktionierende Wirtschaft und eine politische Leitung in Afghanistan aufbauen. Das Land braucht Behörden und Rechtsinstanzen. Das klingt natürlich sehr ehrgeizig, aber diese Dinge müssen zumindest teilweise in Kabul vorhanden sein, und sie müssen finanziert werden.“

Anreiz zum Ausstieg
Den Taliban-Kämpfern Aussteigerprogramme anzubieten, wie Afghanistans Präsident Karzai vorschlägt, sei an sich nichts Neues, so Bildt. „Solche Versuche hat es schon länger gegeben. Jetzt sollen diese Bemühungen verstärkt werden, unter anderem finanziell. Menschen, die vielleicht weniger aus ideologischen sondern aus wirtschaftlichen Gründen auf der Seite der Taliban stehen, sollen Anreize bekommen. Die Menschen brauchen ja Arbeit. Wenn die Taliban einem mittellosen Mann 15 Dollar pro Tag dafür bieten, dass er für sie kämpft, kann dieser Mann nur schwer widerstehen. – Falls die andere Seite nicht auch ein entsprechendes Angebot macht.“  

Vor allem, so Carl Bildt, sei es jedoch wichtig, bei der Bevölkerung eine politische Basis für ein Parlament zu schaffen, das demnächst gewählt werden könne: „Jetzt ist der Präsident gewählt worden, dann kommt die Regierung. Aber danach kommt das Parlament, und in ihm soll sich die breite Bevölkerung von Afghanistan repräsentiert sehen. Das ist eine Voraussetzung für Stabilität.“

Auch Taliban gehören zur Bevölkerung
Zur breiten Bevölkerung Afghanistans gehören eben auch die Anhänger der Taliban. An direkte Besprechungen mit Taliban-Führern denkt der schwedische Außenminister allerdings nicht unbedingt: „Es handelt sich weniger darum, mit den Taliban zu verhandeln als einzelne Dörfer, Täler und Stämme in die wirtschaftliche und politische Entwicklung zu integrieren.“

Ob Gespräche und Anreize für Taliban-Anhänger dabei ein moralisches Problem darstellten, könne jedoch allein die afghanische Gesellschaft selbst entscheiden.

Sybille Neveling

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