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Lehrer nehmen Mobbing nicht ernst genug

Publicerat tisdag 2 februari 2010 kl 14.35

Viele, die von ihren Mitschülern gemobbt werden, glauben nicht, dass die Lehrer ihnen helfen. Die Erwachsenen sind oft ratlos oder schauen weg. Nicht selten werden erkannte Schikanen unter den Teppich gekehrt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Überprüfung von 50 Grundschulen durch die schwedische Schulaufsichtsbehörde (Skolinspektionen).

Zu wenige erwachsene Aufsichtspersonen in Pausen und Freistunden sind nach Ansicht der Schulaufsichtsbehörde eine Ursache dafür, dass dem Mobbing in problematischen Schulen kein Ende bereitet wird.

Die Schülerin Lotta geht aus eigener Erfahrung sogar noch einen Schritt weiter und spricht von „tauben Ohren“: „Meine Lehrer hörten nicht auf mich, ich hab ihnen gesagt, dass ich gemobbt werde und in den Pausen weinen muss. Aber sie meinten, ich würde übertreiben und es sei alles gar nicht so schlimm.“

Lotta wurde von der ersten bis zur neunten Klasse von ihren Mitschülern getriezt und „fertig gemacht“. „Ich musste mir sagen lassen, dass ich hässlich und fett bin. Das hat natürlich psychische Spuren bei mir hinterlassen, gerade das Aussehen ist ja sehr wichtig.“

Zu wenig Vorbeugung
Die Schulaufsichtsbehörde betont, die verantwortlichen Pädagogen müssten sich besser über vorbeugende Maßnahmen informieren und diese Informationen auch anwenden. In einer untersuchten Schule hatten die Lehrer sogar unterschiedliche Auffassungen darüber, wann Erwachsene eingreifen müssen.

Mehrere Schulen bekommen Minuspunkte, weil sie zu wenig eingearbeitete Vorgehensweisen haben, um  demütigender Behandlung und Schikanen entgegenzuwirken. In anderen Schulen wiederum durften die Schüler nicht selbst an den Anti-Mobbingplänen mitarbeiten.

Einige Schulen versäumen auch, zu kontrollieren, dass die Schikanen wirklich ein Ende haben. Mehrere Schulen, die bei früheren Untersuchungen wegen ihres mangelhaften Einsatzes gegen Mobbing kritisiert worden sind, haben ihre Arbeit laut Schulaufsichtsbehörde nicht verbessert.

Mehr Schein als Sein
Die Untersuchung deutet darauf hin, dass Probleme vom Tisch gewischt und bagatellisiert werden. Schüler äußern sich enttäuscht über die Erwachsenen und glauben nicht, dass sich etwas ändert, wenn sie ihren Lehrern von Schikanen erzählen.

„Meine Lehrer waren so damit beschäftigt, dass die Schule nach außen hin gut wirkte, das sie nicht sahen, was innen drin ablief.“

Dass Mobbing zum Verlust des Selbstvertrauens, zu Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen führen kann, ist hinlänglich bekannt. Schüler, die gehänselt und schikaniert werden, fühlen sich oft isoliert, entwickeln depressive Tendenzen und werden passiv. Einen Teil dieser Symptome kennt Lotta. Sie hat die Grundschule inzwischen hinter sich gebracht.

Auf der neuen Schule wird sie nicht gehänselt, erzählt sie: „Heute geht es mir viel besser. Durch den Schulwechsel konnte ich von vorn anfangen. Trotzdem hat sich vieles aus der Mobbingzeit in mir festgesetzt. Aber ich denk’ mir immer, jeder Tag ist ein neuer Tag, und konzentriere mich auf die Zukunft.“

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