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OECD-Bericht

Schweden rutscht auf Wohlstandsskala ab

Publicerat tisdag 9 februari 2010 kl 12.23

Der neueste OECD-Bericht bescheinigt Schweden ein Abrutschen in der Wohlstandsliga. Auch eine höhere Arbeitslosigkeit als Folge der Finanzkrise sei zu erwarten. Die OECD, Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, ist ein Zusammenschluss aus 31 Ländern, die mit ihren Analysen die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Länder befördern wollen.

Der Schweden-Bericht umfasst 213 Seiten und ist gespickt mit Tabellen, Zahlen, Analysen. Demnach hat Schweden 9.220.000 Einwohner, jeder erwirtschaftet 37.309 US-Dollar (27.239 Euro), die Lebenserwartung liegt bei 81,7 Jahren, die Armutsrate bei 0,053 Prozent. Schweden ein Musterknabe, liegt mit nahezu allen Werten über dem OECD-Durchschnitt. Schweden ist ein Land, dem es sehr gut geht. Aber wie lange noch? Die Mit-Verfasserin der Studie Soon-Jin Kim: „Schweden ist innovativ, braucht aber mehr Unternehmertum. Schweden ist auch innovativ in der Reform der öffentlichen Verwaltung, könnte aber noch weiter gehen, speziell jetzt in der Krise.“ Denn die Krise erwischt Schweden mit Verzögerung und härter, warnt José Enrique Garcilazo von der OECD: „Schweden wird die Krise härter treffen als andere OECD-Länder. Die Arbeitslosigkeit wird in diesem Jahr und 2011 höher sein als anderswo. Aber die Krise bedeutet auch eine große Chance für Schweden. Die Voraussetzungen für Wachstum sind Innovation und grünes Wachstum.“

Mehr Unternehmertun
Schweden gibt innerhalb der OECD das meiste Geld für Wissenschaft und Forschung aus, vier Prozent des Bruttoinlandproduktes. Auch bei den angemeldeten Patenten steht Schweden gut da, aber bei der Umsetzung in die Praxis hapert es. Deshalb die Empfehlung der OECD: Mehr auf Unternehmertum zu setzen, und das mit einer besseren Vernetzung von Stadt und Land als bisher. Verlinken nennt das der  OECD-Forscher José Enrique Garcilazo: „Unser Report hat gezeigt, das der ländliche Raum um Uppsala gut verlinkt ist mit Stockholm. In Halland beispielsweise klappt das nicht so gut, in Skåne und Blekinge besser. Generell kann Stockholm aber noch viel mehr vom Verlinken profitieren.“ Schwedens Bevölkerung ist extrem konzentriert auf die drei Regionen Stockholm, Västra Götaland mit Göteborg und Skåne mit Malmö und Lund. Diese Verdichtung hat Vorteile und Nachteile, zeigt der Report auf. Gut ausgebildete Arbeitskräfte, niedrige Arbeitslosenquote, gute Infrastruktur in den Städten. Dagegen steht der ländliche Raum mit einer älteren Bevölkerung und höherer Arbeitslosigkeit, aber guten Bedingungen für die Energie-, und Nahrungsmittelproduktion.

Regionen stärken
Besonders genau haben sich die Forscher die Verwaltung des Landes angesehen. Die Bildung neuer Regionen, die mit mehr Befugnissen ausgestattet werden, hat Erfolge und Misserfolge gebracht, wie Soon-Jin Kim erklärt: „Schweden hat die Dezentralisierung, die Regionenbildung nach dem Motto Learning by doing gemeistert. So hat man für unterschiedliche Regionen unterschiedliche Lösungen gefunden. Dies hat wertvolle Erfahrungen gegeben, von denen auch andere Länder profitieren können.“ Die nördlichste Region Norrland hingegen sucht noch ihre Lösung. Nun liegt die neueste OECD-Studie über Schweden vor, und die Regierenden in Stockholm können viel daraus lernen, wie Anna Olofsson aus dem Wirtschaftsministerium erklärt: „Sinn der Sache war ja, mal durchleuchten zu lassen, wie wir mit regionalen Zuwachsfragen arbeiten. Die Studie hat uns ja in großen Teilen bestätigt und Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt. Daran werden wir jetzt weiter arbeiten.“

Katja Güth

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