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Victorias Hochzeit

Ockelbos Geschenk: Stillleben in Denim

Publicerat onsdag 10 februari 2010 kl 11.01

Die königliche Hochzeit im kommenden Sommer engagiert viele Menschen in Schweden, nicht zuletzt in Ockelbo, dem Heimatort des Verlobten von Prinzessin Victoria, Daniel Westling. Die Ortsbewohner haben sich zu einem gemeinsamen Hochzeitsgeschenk für das junge Paar entschlossen.

In einem rustikalen roten Holzhäuschen mit weißen Fensterrahmen in Ockelbo liegt das Atelier von Tony Warren. Der Maler ist in den USA im klassischen französischen Malereistil ausgebildet und ihn haben die Bewohner von Ockelbo mit ihrem Hochzeitsgeschenk für Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling beauftragt. „Man hat mir vorgeschlagen, ein Gemälde zu schaffen. Diejenigen, die bezahlen, erhalten dann später eine nummerierte Kopie des Werks“, berichtet der Künstler von seinem Projekt.

Noch steht das Werk auf einer Staffelei in Warrens Atelier. Rundherum an den grau getäfelten Wänden hängen gerahmte Porträts und Akte. Unter der hölzernen Sitzbank an der Längswand liegt Brennholz gestapelt. Im Winter beheizt der Künstler sein Studio mit einem altertümlichen eisernen Herd.

Typischer Jeansmann
Ebenso altertümlich kann beim ersten Anblick die Komposition des Gemäldes erscheinen. Sie ist nach und nach entstanden. Jedes Detail des Stilllebens hat nach dem klassischen Konzept eine symbolische Bedeutung für das Brautpaar. Auf zwei alten Holzkisten liegen Nähzeug, ein Nadelkissen aus leuchtend rotem Samt in Form einer Königskrone und ein frischer, rotbackiger Apfel. Er versinnbildlicht den schwedischen Reichsapfel, eines der fünf  Symbole für die Königswürde und ruht auf einem offenen, schwedenblauen Daunenkissen, aus dem ein paar Federn herausfallen. Aber das klassische Seiden- oder Samtkissen ist in diesem Falle aus Denim. „Daniel ist ein typischer Mann in Jeans. Deshalb habe ich ein Jeanskissen gemalt. Aber das Kissen ist nicht fertig genäht, Daniel ist ja auch noch nicht fertig in seiner Rolle als Prinz“, erläutert Warren.

Klassisches Motiv
Während er die Einzelheiten erläutert, mischt der 48-Jährige auf einer verschmierten Palette rasch eine neue Farbnuance mit Weiß ab und schattiert damit behutsam einen Lichtreflex auf die Ecke des königlichen Jeanskissens.

Die Grundidee zu diesem Motiv hatte Tony Warren schon vor langer Zeit, realisierte sie aber nicht. Mit der königlichen Verlobung wurde sie plötzlich höchst aktuell. „Die Idee mit dem Kissen und dem Reichsapfel hatte ich schon vor zehn Jahren. Aber erst nach der Verlobung, als Daniel sagte, dass er hofft, Victoria bei ihren Aufgaben zu unterstützen, und als Victoria sagte, wie schön es würde, jemanden zu haben, an den sie sich anlehnen kann – da hab ich gedacht: oh, das ist was für mein Gemälde.“

Das Werk heißt „Tillgivenhet“ (Treue oder Zuneigung) und engagiert fast ganz Ockelbo. Fast 200 Privatpersonen und Firmen haben bisher mit Geld zum Gelingen beigetragen.

Ein Jahr Arbeit
„Ich hab sofort gewusst, ich will dabei sein!“ Erzählt Mari-Ann Runesson über ihren Beitrag. „Man schickt ja seinen persönlichen Gruß an das Brautpaar, wenn man sich an dem Bild beteiligt.  Und ich finde es auch schön, dass ein Künstler von hier aus Ockelbo dieses Gemälde malt.“

Die Auftragsarbeit garantiert Tony Warren für längere Zeit ein Einkommen. Das sei fast so, als würde er ein Gehalt beziehen, freut er sich. Fertig sei das Werk noch nicht: „In den Augen eines Laien mag es vollendet erscheinen. Aber das ist es noch lange nicht. Ich hab noch sehr viele Stunden daran zu tun. Noch bin ich dabei, das Grundlicht aufzubauen. Im Januar habe ich nur jeweils ein paar Stunden im richtigen Tageslicht arbeiten können.“

Haltbarer Apfel
Insgesamt nehme die Arbeit ein Jahr in Anspruch. Und in dieser Zeit verschrumpelt der frische Apfel nicht? „Nein, das ist nicht so schlimm, heutzutage halten Äpfel ja recht lange. Außerdem lege ich ihn immer gleich nach der Arbeit wieder in den Kühlschrank. Aber wenn ich ihn hier im Stillleben liegen lassen würde, würde er verkommen.“

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