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Berlinale

Schweden goes global

Publicerat torsdag 11 februari 2010 kl 12.44

Schweden ist mit drei Kurzfilmen an der Berlinale vertreten und an einem Spielfilm aus Uganda als Co-Produzent beteiligt. Imani (Vertrauen) heißt der Film von Regisseurin Caroline Kamya, der in Uganda gedreht wurde. Die Schlussproduktion war in Stockholm und zuletzt in Luleå, wo die Töne gemischt wurden. Eine globale Produktion für die globale Welt, die am Donnerstag in Berlin Premiere hat.

„Ein bisschen verrückt ist das schon, dass wir die Tonbearbeitung hier in Luleå haben, aber so ist die Welt heutzutage.“ Stina Almqvist von Filmpool Nord ist ein bisschen stolz auf das jüngste Produkt, gleichzeitig der erste Film von Filmpool Nord zur Berlinale. Die Zusammenarbeit mit der Regisseurin Caroline Kamya kam durch die schwedische Produktionsfirma Röde Orm zustande, in Stockholm wurden Feinschnitt und Farbkorrektur gemacht, in Luleå die gesamte Tonbearbeitung. Und die Regisseurin selbst ist auch ein Globetrotter, studierte in England, gründete in ihrer Heimat Uganda die Produktionsfirma iVad  und reist für ihren ersten Spielfilm um die Welt.

„Willst du das Beste haben, musst du reisen. Okay, der Flieger in Amsterdam hatte wegen Schneefall Verspätung, Übernachtung in Stockholm. Das gehört dazu. Nach dem Termin hier fliege ich zur Farbkorrektur und Endbearbeitung nach Stockholm und dann nach Berlin, um den Film persönlich abzugeben.“

Neues afrikanisches Kino

Imani, Vertrauen, greift Probleme Afrikas auf, die noch weitgehend tabuisiert werden: die Auswirkungen des Krieges, häusliche Gewalt, Vergewaltigung in der Ehe und Korruption. Eingespielt wurde er mit  Amateurschauspielern in der Hauptstadt Kampala und der Provinz Gulu. Die 36-jährige wollte einen ehrlichen authentischen Film machen, der ihre Herkunft repräsentiert:

„Ich habe drei Charaktere, die sich nicht begegnen. Er zeigt den Norden Ugandas, wo lange politische Unruhen herrschten, die sich nun aber gelegt haben. In der Hauptstadt zeigen wir die reichen Vorstädte und das arme Zentrum, drei Milieus, die unterschiedlicher nicht sein können.“

Wie die drei Hauptdarsteller auch: der 12-jährige Junge Olweny, ehemaliger Kindersoldat, Mary, die Hausangestellte und der HipHopper Armstrong.

Nachbearbeitung im Studio

Im Studio der Produktionsfirma LjudBang in Luleå werden die Töne, Effekte und Musik unterlegt. Chefmixer Mikael Brodin: Bei den Dreharbeiten zu einem Spielfilm geht es darum, dass man die Dialoge bestmöglich versteht. Deshalb werden alle Nebengeräusche tunlichst vermieden. Wenn die Techniker am Set richtig gearbeitet haben, dann kriegen wir einen Film, der bis auf die Dialoge keine Töne enthält.“

Caroline Kamya arbeitet viel mit Musik, die sie selbst ausgesucht hat, weil Musik in Afrika eine wichtige Rolle spielt. Die Hintergrundtöne werden zum Teil im firmeneigenen Tonstudio eingespielt. Mikael Brodin zeigt die Schrittabteilung:

„Nun wird es kalt, nun kommen wir in den Schnee, “ erklärt er und knetet eine Tüte mit Mehl, was klingt wie Schritte im Schnee. „So klingen Schritte im Wald und so auf Schotter. Die Waldschritte sind auf alten Tonbändern des Schwedischen Rundfunks.“

Die Schneeschritte kamen bei der Nachvertonung nicht zur Anwendung, eine auf einem Moped festgebundene Ziege erforderte jedoch einigen Aufwand.

Hoher Druck und Erwartungen

Die Toningenieure mussten unter hohem Druck arbeiten: Statt der üblichen 12 Wochen hatten sie nur drei Wochen für den kompletten Ton. Aber in der Branche ist man an Zeitdruck gewöhnt, meint Mikael Brodin müde lächelnd. Die Regisseurin war bereits mit einem Kurzfilm bei der Berlinale vertreten. Auf ihren ersten Spielfilm setzt sie hohe Erwartungen: „Das ist ein ganz besonderer Film, okay, das sagt jeder über sein Produkt, aber ich meine wirklich, dass sich dieser Film komplett von dem unterschiedet, was man jemals vom afrikanischen Kontinent gesehen hat. Die Menschen werden zu schätzen wissen, dass dieser Film von uns selbst stammt, und über uns erzählt. Es ist nicht der ausländische Blick auf Uganda. Die Schauspieler sind gut, die Bilder, der Ton, der Film hat großes Potential.“

Katja Güth

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