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Lähmung nach Schweinegrippe-Impfung?

Publicerat måndag 15 februari 2010 kl 13.35
Gefährliche Folgen?

Die Zahl von Neuansteckungen mit der so genannten Schweinegrippe ist in jüngster Zeit in Schweden stetig zurückgegangen; in der vergangenen Woche wurden landesweit nur fünf neue Fälle registriert. Gleichwohl gerät die Schweinegrippe nicht aus den Schlagzeilen. Grund sind die teils lebensbedrohlichen Erkrankungen, die im Zusammenhang mit der Schweinegrippe-Schutzimpfung aufgetreten sind. Mit Blick auf ähnliche Fälle im übrigen Europa will Schweden nun klären, ob tatsächlich der Impfstoff Auslöser der Erkrankungen war.

Die Schreckenszenarien, die im vergangenen Jahr weltweit für Angst vor einer Schweinegrippe-Epidemie sorgten, fielen in Schweden auf fruchtbaren Boden: Von den rund neun Millionen Einwohnern sind inzwischen 5,3 Millionen, also weit mehr als die Hälfte, gegen die Krankheit geimpft. Im Zusammenhang mit der Verabreichung des Pandemrix-Impfstoffs hat das Amt für Arzneimittelwesen bisher 3700 Berichte über Nebenwirkungen erhalten. Zu den Betroffenen gehört der 29-jährige Erik Johansson aus Tidaholm. Kurz nach der Impfung erlitt er Lähmungen, die ihn beinahe das Leben gekostet hätten. Erik ist überzeugt, dass die Lähmungen die direkte Folge der Impfung waren: „Man hat ja davon gehört und gelesen, und diese Meldungen sind nicht neu. Das hat es schon in den 70er-Jahren in den USA gegeben. Ich bin mir ganz sicher, dass ein Zusammenhang mit der Impfung besteht.”

Kann zum Tode führen

Während die Impf-Nachwirkungen in den meisten Fällen mit grippeähnlichen Symptomen oder Schmerzen an der Einstichstelle vergleichsweise harmlos blieben, erwischte es Erik Johansson sowie zehn weitere Menschen in Schweden hart. Im Zusammenhang mit der Impfung wurde bei ihnen das so genannte Guillan-Barré-Syndrom diagnostiziert, GBS – eine Krankheit, die zumeist bei herkömmlichen Infektionen zuschlägt. Gekennzeichnet ist die Krankheit durch Lähmungen, die meist an den Beinen beginnen und sich bis hin zur Atemlähmung ausbreiten können. An die 150 Schweden sind im Jahr durchschnittlich von den Symptomen betroffen. Nun also liegen insgesamt 11 Fälle mit mutmaβlicher Kopplung zum Impfstoff Pandemrix vor.

Europäische Initiative nützlich

Die Europäische Arzneimittelbehörde will nun sämtliche bekannte Fälle zusammenstellen, um zu untersuchen, ob tatsächlich ein Zusammenhang besteht. Das schwedische Amt für Arzneimittelwesen begrüβt diese Inititaive, erklärt Abteilungsleiterin Gunilla Sjölin Forsberg: „Man hat bereits einen Zusammenhang mit anderen Typen von Impfungen festgestellt. Deshalb haben wir die entsprechenden Reaktionen diesmal aufmerksam beobachtet.“ In Schweden selbst ist ein ursächlicher Zusammenhang noch nicht nachgewiesen worden. Klar ist bisher: Bei den insgesamt 20 Todesfällen, die hier zu Lande im Zusammenhang mit der Impfung aufgetreten sind, lag die Todesursache in den meisten Fällen anderweitig begründet. Allerdings sind noch nicht sämtliche Fälle fertig untersucht.

Kraft kehrt zurück

Erik Johansson ist unterdessen wieder auf dem Weg zurück in ein normales Leben. Während der zwei Wochen, in denen er gelähmt war und künstlich beatmet wurde, hatte er fünf Kilogramm Gewicht verloren. Doch nun zeitigt regelmäβige Krankengymnastik Erfolge. Die Kräfte kehren zurück, und mittlerweile fühlen sich nur noch Fingerspitzen und Zehen „taub” an. „Am 1. März fange ich an zu arbeiten”, sagt er. „Es ist schön, wieder in Gang zu kommen. Ich hoffe, dass alles klappt und dass ich es schaffe.” 

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