Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Teurer Traum

Finanzaufsicht will Begrenzungen für Wohnungskredite

Publicerat tisdag 16 februari 2010 kl 14.25
Radhusområde i Stockholm. Foto: Hasse Holmberg/Scanpix.
Der Traum vom Eigenheim kommt viele sehr teuer

Schwedens Privathaushalte sind allzu hoch verschuldet, und für den gröβten Anteil der Schulden stehen Kredite für den Wohnungskauf. Das betont die Staatliche Finanzaufsicht. Die Behörde schlägt nun Alarm: Sie will eine Begrenzung für die Summe einführen, mit der man eine Immobilie beleihen darf.

Ausgaben für das Wohnen schlagen in schwedischen Haushaltskassen massiv zu Buche. Zumal in den gröβeren Städten wie Stockholm, Malmö und Göteborg ist die Suche nach einer Mietwohnung oft so gut wie aussichtslos und der Erwerb eigener vier Wände die einzige Alternative. Das Beispiel Stockholm verdeutlicht das Problem. Im Jahr 2008 wurde dort der Bau von gerade einmal 1300 Mietwohnungen begonnen – und das, obgleich die Einwohnerzahl um 32.000 wuchs.

Mittlerweile wohnen fast zwei Drittel der schwedischen Bevölkerung im eigenen Haus oder in einem so genannten Wohnrecht, bei dem man sich in eine Wohnungsgenossenschaft einkauft. Und das traute Heim ist teuer. Seit den 1990-er Jahren ist die Verschuldung der Haushalte aufgrund der Wohnkosten mit einigen wenigen Ausnahmen alljährlich gestiegen, betont heute die Finanzaufsicht. Nahezu unablässig gestiegen ist seit dem Jahr 2000 auch der Beleihungsgrad, das heiβt die Kredithöhe im Verhältnis zum Marktwert der Wohnung.

„Wir präsentieren heute den Vorschlag, die Regeln für Geschäfte zu überprüfen, bei denen man mit der Wohnung als Pfand Kredite aufnimmt“, so der Chefökonom der Finanzaufsicht, Lars Frisell. „Wir möchten gern wissen, was die Branche von einer Regelung hält, wonach die Kreditmöglichkeiten für diejenigen, die am stärksten verschuldet sind, begrenzt werden.“

Kreditnehmer leben gefährlich

In den vergangenen sechs Jahren hat Schweden wirtschaftlich schwierige Zeiten durchlaufen, mit sinkendem Bruttoinlandsprodukt, gestiegener Arbeitslosigkeit und kräftig angestiegener privater Verschuldung. Wenn Zinsen steigen, Immobilienpreise fallen, wenn infolge von Krankheit oder Arbeitslosigkeit Einkommensverluste auftreten, sind die Schuldner stark gefährdet. Doch die Haushalte leihen stattdessen wie nie zuvor – vor allem aufgrund der historisch niedrigen Zinsen. Seit November vergangenen Jahres hatte die Finanzaufsicht die Situation von annähernd 7000 Kreditnehmern eingehend untersucht. Das Ergebnis: 12 Prozent von ihnen hatten einen Beleihungsgrad von mehr als 90 Prozent, bei rund einem Drittel lag der Beleihungsgrad bei mehr als 80 Prozent. Nun will die Finanzaufsicht also Grenzen setzen – angedacht sind maximal 75 bis 90 Prozent des Marktwerts der Immobilie.

„Wir sehen gute Gründe für eine solche Regelung“, betont Chefökonom Lars Frisell. „Wir holen nun die Meinung der Branche ein, denken aber grundsätzlich, wir können erreichen, eine entsprechende allgemeine Empfehlung auszusprechen.“

Die neue Regelung, hofft Frisell, könne bereits zum Sommer in Kraft treten. Dass sie Auswirkungen auf die Wohnungspreise haben könnte, will er dabei nicht ausschlieβen.

Anne Rentzsch

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".