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Ernährung

Ökologische Lebensmittel sehr gefragt

Publicerat onsdag 17 februari 2010 kl 11.12
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¨Glückliche" Schweine auf zertifiziertem Hof
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Marmelade mit Zertifikat

Immer mehr Schweden ernähren sich gesund. So erreichte die Bevölkerung im vergangenen Jahr nahezu die von der Gesundheitsbehörde empfohlene Menge an Obst- und Gemüse. Und der Verkauf von ökologischen Lebensmitteln steigt rasant - so rasant, dass das Angebot hinter der Nachfrage herhinkt.

Dem Wunsch nach Bio-Lebensmitteln konnte auch die Finanz- und Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr nichts anhaben. Der Verkauf ökologischer Lebensmittel stieg 2009 in Schweden um sage und schreibe 18 Prozent. Besonders nachgefragt war ökologischer Fisch, erklärt die Verkäuferin an der Fischtheke. „Viele Leute fragen danach. Gerade im vorigen Jahr ist die Nachfrage sehr gestiegen." Weitere beliebte Produkte sind Fleisch, Fruchtsäfte, Müsliflocken, Gemüse, Eier und vor allem Milchprodukte. Rund 5000 Waren tragen heute das grüne Label der unabhängigen Bio-Zertifizierungsorganisation Krav. Dort ist man natürlich erfreut: „Wir sind sehr froh über die steigende Nachfrage. Das zeigt, dass die Verbraucher trotz Konjunkturtief gerne ökologische Lebensmittel kaufen möchten", erklärt die Marketingleiterin der Organisation, Pia Högström.

Lieferengpässe
Bei manchen Produkten kam es im vergangenen Jahr sogar zu Lieferengpässen. So wurde von den Molkereien zeitweise keine vollfette Öko-Milch produziert, weil die gesamte Öko-Milchproduktion für die als gesünder betrachteten halbfetten Produkte verwendet wurde. Und auch beim Schweinefleisch war die Nachfrage größer als das Angebot. Besonders zur Weihnachtszeit gingen viele schwedische Konsumenten ohne Öko-Schinken aus. Die Aufdeckung eines umfassenden Tierquälereiskandals in der herkömmlichen Schweineaufzucht spielte hierfür sicher eine Rolle. Olle Linder züchtet auf einem Hof nördlich von Stockholm Öko-Schweine. Selbstverständlich könnte man mehr fröhliche Schweine ins Angebot bringen, nur kam die enorme Nachfrage im vorigen Jahr überraschend, sagt er: „Öko-Fleisch zu liefern braucht seine Zeit. Von dem Zeitpunkt, zu dem das Signal kommt, dass mehr Fleisch gewünscht wird, dauert es ein bis zwei Jahre, bis genügend Tiere vorhanden sind."

Stetige Nachfrage nötig
Um Schweden auf der Öko-Schiene zu halten, bedarf es jetzt Ausdauer seitens der Verbraucher, damit die Bauern den nötigen Vorlauf bekommen, sagt Pia Högström von Krav. „Ich glaube, es ist jetzt sehr wichtig, dass die Verbraucher dranbleiben und zeigen, dass die Nachfrage anhält. Dass der Wunsch, ökologisch zu essen, kein vorübergehender Trend ist, sondern bestehen bleibt."

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