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Zwangsgesetz zur Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge aktuell

Publicerat fredag 12 mars 2010 kl 13.25

Es kommen wesentlich mehr minderjährige Asylbewerber ohne Verwandte nach Schweden als berechnet. Ihre Unterbringung in Heimen oder geeigneten Familien wird immer schwieriger. Flüchtlingskoordinator Björn Eriksson präsentierte heute Lösungsvorschläge, die auch gesetzlichen Zwang für die Gemeinden nicht ausschließen.

Wenn die schwedischen Gemeinden nicht freiwillig mehr jugendliche Flüchtlinge aufnehmen, könne der Staat sie gesetzlich dazu verpflichten, so Flüchtlingskoordinator Eriksson.

Nach seinen Angaben kommen pro Jahr etwa 2 500 Minderjährige Asylbewerber ohne Verwandte nach Schweden. Die Unterbringungsmöglichkeiten sind zurzeit auf 300 bis 400 Jugendliche dimensioniert.

Bisher freiwillige Aufnahme
Noch läuft das Verfahren folgendermaßen: Nachdem die Asylanträge genehmigt sind, werden die jungen Menschen in Gemeinden, die sich freiwillig dazu bereit erklären, untergebracht. Die Gemeinden erhalten dafür staatliche Mittel.

Die Gemeinden sorgen für die Unterbringung in Heimen oder Pflegefamilien, veranlassen Sprachunterricht, Schul- und Berufsausbildung bis die Jugendlichen 18 Jahre alt sind.

Dieses bisherige System ist dem heutigen Flüchtlingsstrom jedoch nicht mehr gewachsen. Es dauert immer länger bis die jungen Menschen aus ihren vorübergehenden Unterbringungen in neue Heimatgemeinden umziehen können. Dadurch werden nötige Plätze in den Aufnahmeheimen nicht rechtzeitig frei.

Neue Empfehlungen
Der vorgelegte Bericht enthält 17 Vorschläge, mit denen sowohl der Staat als auch die einzelnen Gemeinden die Aufnahme verbessern können. Für staatliche Behörden werden darin die Beaufsichtigung der jugendlichen Asylbewerber, mehr finanzielle Unterstützung der aufnehmenden Gemeinden, verstärkte  Einbindung ideeller Organisationen und die Möglichkeit, Wohnheimplätze von Firmen zu kaufen genannt.

In einem Artikel der Tageszeitung Dagens Nyheter weisen Eriksson und sein Berater Nima Poushin darauf hin, dass lokale und regionale Politiker befürchten, sie könnten fremdenfeindlichen Parteien im bevorstehenden  Wahlkampf in die Hände spielen, wenn ihre Gemeinden minderjährige Flüchtlinge aufnehmen.

Diese Einstellung muss dringend revidiert werden, fordern die Artikelverfasser. Schließlich würden die meisten Jugendlichen schon bald erwachsen. Sie seien arbeitswillig und um Ausbildung bemüht. Das mache die Aufnahme minderjähriger Flüchtlinge gerade auch für Gemeinden mit Bevölkerungsschwund attraktiv, schreiben Eriksson und Poushin.

Sybille Neveling

Artikel aus dem Radio-Schweden-Archiv zu diesem Thema:

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