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Victorias Hochzeit

Rudertraining für die Vasaorden

Publicerat onsdag 24 mars 2010 kl 15.23
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Rudert was das Zug hält: Siemon Severin. Joel Andreasson im Hintergrund behält alles im Auge.
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Ehrenvoller Auftrag: Marineoffizier Anders Hörnfeldt übt mit seinen Soldaten majäsetisches Rudern. (Foto: Bertil Ericson / Scanpix Schweden)
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Die königliche Schaluppe Vasaorden (Foto: Mats Andersson / Scanpix Schweden)

An den Vorbereitungen für die Hochzeit von Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling nimmt nicht nur der Familienkreis teil. Auch das „gemeine Volk“ bereitet sich auf den großen Tag des jungen Paares vor. Die schwedische Marine übt im Takt zu rudern:

Sehr elegant sieht es noch nicht aus, wenn die Matrosen der Schwedischen Marine in plumpen Walbooten zwischen den Eisschollen vor der Stockholmer Insel Skeppsholmen üben. Trotz des nebligen und nasskalten Wetters glühen ihre Gesichter. 29 Matrosen und vier Offiziere der vierten Seegefechtsflottille schwitzen in dunkelblauen Wollpullovern und grünem Ölzeug, um Kronprinzessin Victoria und Daniel Westling am Hochzeitstag standesgemäß zum Schloss fahren zu können. Dann allerdings werden sie nicht die abgeschabten Walboote bewegen, sondern die elegante Staatsschaluppe „Vasaorden“.

Matrose Helena Andersson steht am Bug des Walboots und erteilt Kommando. „Also bei dieser Art des Ruderns ruht man fünf Sekunden zwischen den einzelnen Ruderschlägen aus. Es gibt auch andere, schnellere Ruderarten. Aber so wie jetzt werden wir auch die königliche Schaluppe rudern. Es ist ziemlich schwer, weil alle Ruderer alles genau gleichzeitig machen müssen.“

Im Paradetakt
Die Matrosen üben zunächst vier Wochen mit den alten Marineruderbooten. danach vier Wochen mit der königlichen Schaluppe. Dann müssen alle „eingerudert“ sein und die richtige Technik an den Riemen beherrschen.

„Wir müssen vor allem die Koordination exerzieren“, stellt Marinekapitän zur See Anders Hörnfeldt mit stillem Lächeln hinter den randlosen Brillengläsern fest. „18 Ruderer im selben Takt, es soll ja bei einer solchen Gelegenheit gut aussehen. Das ist ja eine Parade. Da muss man viel üben.“ Das Brautpaar sei in sicheren Händen bei den Marineruderern, versichert Hörnfeldt nachdrücklich.

Solide Tischlerarbeit
Zur Sicherheit gehören nicht nur die Ruderer sondern auch die schwedenblauen Ruder der Staatsschaluppe. Weil niemand genau weiß, wann die Ruder der Vasaorden zuletzt erneuert oder überholt worden sind, stellt die Schiffszimmer-Werkstatt in Fisksätra bei Stockholm vorsichtshalber einen neuen Satz Ruder her. Schließlich soll der Auftritt am großen Tag nicht an verzogenen oder wurmzerfressenen Rudern scheitern.

20 neue Eschenholz-Ruder von 4,80 Metern Länge werden in der Werkstatt geleimt, gehobelt, gestrichen und mit Leder und Kupferblech verstärkt. Zwischen den einzelnen Arbeitsgängen wird das Holz immer wieder mit Sandpapier geschmirgelt.

„Das ist viel Kleinarbeit“, sagt Andreas Millde und zieht seinen Kapselgehörschutz zur Seite. „Man glaubt gar nicht wie lange die Arbeit dauert. Wir brauchen auch viel mehr Sandpapier als wir dachten.  Eschenholz ist ja hart. Hundert bis Hundertfünfzig Meter Schleifpapier haben wir bisher  verbraucht. Nur 18 Ruderer und drei Offiziere werden am Hochzeitsrudern teilnehmen, die anderen werden an Land gebraucht.

Ehrenvoller Auftrag
Simon Sevrin weiß, was er möchte: „Natürlich will ich rudern! Das wollen die meisten“, betont er und greift entschlossen in die Riemen. „Wir kämpfen um die Plätze. Der Hochzeitstag ist auch für uns eine Erinnerung fürs Leben. Für mich ist das der ehrenvollste Auftrag, den ein Matrose in der schwedischen Marine bekommen kann. Ich freu mich drauf!“


Radio Schweden 1976

Die Staatsschaluppe des schwedischen Königshause „Vasaorden“ ist ein Prunkstück für festliche Gelegenheiten. Beim offiziellen Besuch des japanischen Kaiserpaares in Schweden wurde sie zum Beispiel hervorgeholt und selbstverständlich zur Hochzeit der Eltern von Kronprinzessin Victoria. Als das frisch vermählte Paar König Carl XVI. Gustaf und Königin Silvia das traditionsreiche Boot 1976 benutzten, berichtete Witold Biesk von Radio Schweden über die Geschichte der Schaluppe:

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