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ADS häufiger bei Kindern aus sozial schwachen Familien

Publicerat torsdag 3 juni 2010 kl 13.18

Das soziale Umfeld hat Einfluss darauf, ob Kinder das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom ADS entwickeln und entsprechend behandelt werden müssen. Zu diesem Schluss kommt eine neue schwedische Studie, die erstmalig Faktoren wie die soziale Herkunft mit einbezieht. Demnach sind Kinder aus niedrigeren sozialen Schichten häufiger betroffen als Kinder aus dem Mittelstand.

Eine Million schwedische Kinder der Jahrgänge 1987 bis 2000 haben die Forscher untersucht. Fast 8.000 von ihnen wurden laut Medikamentenregister im Jahr 2006 mit einem gesetzlich anerkannten Medikament wegen ADS behandelt. Diese Kinder verglichen die Forscher mit Angaben des Statistischen Zentralamts zur sozialen Situation der Betroffenen. 

Die Resultate waren eindeutig: In Familien mit schlecht ausgebildeten Müttern fanden sich doppelt so viele Fälle von ADS wie bei Kindern von Akademikerinnen. Ebenfalls deutlich häufiger war ADS bei Familien, die Sozialhilfe beziehen, sowie bei Alleinerziehenden. Damit steht für die schwedischen Forscher fest, dass ungünstige soziale Verhältnisse sich eindeutig negativ auf die Entwicklung von ADS bei Kindern auswirken.

Genetische und soziale Faktoren

In der bisherigen Forschung wird stets darauf hingewiesen, dass eine Ausbildung von ADS durchaus auf genetische Faktoren zurückzuführen ist. Die Forscher der jetzigen Studie schließen jedoch ein Zusammenwirken von genetischen und sozialen Faktoren keineswegs aus. Das Team, bestehend aus Mitarbeitern des Zentralamtes für Gesundheit und Sozialwesen, des Karolinska Institutes, der Universität Stockholm sowie der Uniklinik Uppsala, geht vielmehr davon aus, dass genetische Faktoren für eine gewisse Anfälligkeit sorgen. Ob ein Kind mit bestimmten Voraussetzungen jedoch tatsächlich ADS entwickelt, liegt den Forschern zufolge am sozialen Umfeld. 

Nicht beachtet wurden in der Studie Kinder von Einwanderern, weil es bisher keine verwendbare Statistik über den Ausbildungsstand der Eltern gibt.

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