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Kernkraft

Greenpeace-Aktivisten ins KKW Forsmark eingedrungen

Publicerat måndag 14 juni 2010 kl 08.59
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Die Zufahrtsstrassen zum KKW wurden abgesperrt.
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Greenpeace-Aktivisten überqueren mit Hilfe eines Mobilkrans die Absperrungen.
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Greenpeace-Aktivisten überqueren mit Hilfe eines Mobilkrans die Absperrungen.

Update 15:35

Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace drangen am Montagmorgen auf das Gelände des Kernkraftwerkes Forsmark rund 100 km nördlich von Stockholm ein. Die Umweltschützer wollten auf die Abstimmung über die Zukunft der schwedischen Kernenergiepolitik am kommenden Donnerstag aufmerksam machen und forderten die Parlamentarier zur Ablehnung des Gesetzes auf, das einen Neubau von Kernkraftwerken erlauben soll.

Die Aktivisten hatten mit Hilfe eines Krans die Absperrungen überwunden und befanden sich zeitweise auf dem Dach des Reaktors 2. Die Polizei nahm 50 Aktivisten fest. Ihnen wird Hausfriedensbruch und Übertretung der Sicherheitsgesetze zur Last gelegt.

Kritik an Sicherheitsmängeln

Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Reichstag, der liberale Carl B. Hamilton, kritisierte die mangelhafte Sicherheit der schwedischen Kernkraftwerke. Die Vorgänge in Forsmark seien nicht akzeptabel. Er forderte die Kraftwerkseigentümer auf, gegenüber Aufsichtsbehörden, Gemeinden und der Polizei nachzuweisen, welche Sicherheitsvorkehrungen sie kurzfristig vor der Reichstagsabstimmung am Donnerstag und auch längerfristig ergreifen, schreibt Hamilton in einer Pressemitteilung.

Umweltminister Andreas Carlgren kommentierte, es sei nicht akzeptabel, dass Unbefugte so nahe an ein Kernkraftwerk gelangen können, wie in Forsmark geschehen. Am Nachmittag trifft der Minister die Generaldirektorin der Strahlensicherheitsbehörde, um sich über die Lage zu informieren. Das Umweltministerium eruiert derzeit gemeinsam mit den betroffenen Behörden, welche Maßnahmen zur Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen um Schwedens Atomkraftwerke notwendig sind. Der Minister betonte erneut, dass die Verantwortung für die Sicherheit bei den Kraftwerksbetreibern liege.

Ein Sprecher der Strahlenschutzbehörde sagte am Nachmittag, es sei den Aktivisten nicht gelungen, in die Sicherheitszone der Reaktoren einzudringen. Eine wirkliche Gefährdung der Sicherheit habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Sahlin: "Falsch und gefährlich"

Oppositionsführerin Mona Sahlin zeigte sich beunruhigt darüber, dass die nach frühren Demonstrationen verschärften Sicherheitsbestimmungen rund um Kernkraftwerke offenbar nicht eingehalten worden seien. Außerdem kritisierte die Sozialistenchefin die Aktionsform von Greenpeace. Die Methoden der Umweltschützer seien falsch und gefährlich, trotz löblicher Motive. Die Debatte über die Zukunft der Kernenergie müsse im Reichstag und in Demonstrationen vor dem Reichstag geführt werden, so Sahlin zur Nachrichtenagentur tt.

Luise Steinberger

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