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WINDKRAFT

Wirbel um die Windkraft

Publicerat onsdag 16 juni 2010 kl 11.00

Schwedens Windkraft-Gegner schöpfen neue Hoffnung: Der Vormarsch der alternativen Energiequelle verzeichnet herbe Rückschläge. Denn nur wenige Monate nachdem die Regierung den landesweiten Ausbau der Windkraft in groβem Stil beschlossen hat, haben die Streitkräfte einen Beschluss gefasst, der genau in entgegengesetzte Richung zielt: Im Umfeld von Militärflugplätzen sollen keine Windkraftwerke mehr zugelassen werden. Ganze Provinzen, wie das südschwedische Blekinge, müssten demnach völlig ohne Windkraft auskommen.  

Lisa Svenningsson kann bald zu den Gewinnern des prinzipiellen Beschlusses zählen, den die Streitkräfte vergangene Woche in aller Stille gefasst haben und der für insgesamt zehn Militärflugplätze gilt. In einem Radius von jeweils 40 Kilometern soll demnach die Windkraft verbannt werden. Das gilt auch für den Flugplatz Hagshult in der Nähe von Gnosjö, wo Lisa Svenningsson wohnt. Seit geraumer Zeit kämpft sie gemeinsam mit Nachbarn gegen den geplanten Bau von drei Windkraftwerken. Nun erhält sie in diesem Kampf unerwartete Hilfe von oben. „Natürlich schöpft man neue Hoffnung“, sagt sie. „Schlieβlich haben wir uns hier im Wald angesiedelt, weil wir die Stille lieben.“

Kalte Dusche für die Betreiber

Während Lisa Svenningsson frohlockt, kam die Nachricht für Per Witalisson wie eine kalte Dusche. Witalisson ist Vizechef der Gesellschaft Eolus, die die drei Windkraftwerke bei Gnosjö bauen will. „In der Praxis bedeutet das, dass für den Windkraft-Ausbau hier in der Umgebung des Flugplatzes nichts mehr läuft“, so Witalisson. „Das ist bedauerlich, denn gerade hier gibt es viele Bauanträge, weil das Gebiet für Windkraft sehr geeignet ist.“

Laut dem Beschluss des Militärs müssen sämtliche geplante Bauvorhaben in allen betroffenen Gebieten eingestellt werden; Kraftwerksbetreibern, die bereits grünes Licht bekommen haben, wird die Betreiberlizenz entzogen, und der Abriss bereits bestehender Anlagen ist wahrscheinlich. Als Begründung nennen die Streitkräfte Gefahren bei Start und Landung von Militärflugzeugen des Typs Jas Gripen: Wenn diese Kampfjäger im Viererverbund jeweils zwei zu zwei fliegen, koppelt sich der Autopilot des ersten Flugzeugs automatisch an das des zweiten an. Befindet sich ein Windkraftwerk in der Nähe, kann es laut Militär passieren, dass der Autopilot stattdessen an das Kraftwerk andockt – mit entsprechenden Havarien als Folge.

Problem-Flugzeug Jas

Bleibt die Frage, wie es überhaupt geschehen kann, dass ein Militärflugzeug ein anderes mit einem Windkraftwerk verwechselt. Zumal aus den Reihen der Windkraft-Betreiber kommt die Anmerkung, dass das wirkliche Problem möglicherweise beim Jas Gripen selbst liegen könnte, dem Kampfflugzeug, das in den vergangenen Jahren immer wieder wegen technischer Probleme als Sorgenkind auffiel. Auch Agne Hansson, der im Regierungsauftrag den Ausbau der Windkraft koordiniert, ist vom Vorstoβ des Militärs befremdet. Von Störfällen im Zusammenhang mit Windkraftwerken hat er keine Kenntnis. Davon abgesehen, so Hansson, müsse zunächst einmal eine prinzipielle Frage geklärt werden: nämlich, ob das Militär überhaupt das Mandat hat, einen solchen Beschluss zu fassen.

„Es ist zweifelhaft, ob sie eine solche Entscheidung ohne entsprechende Absprachen treffen können“, so Hansson. „Dies hätte ja groβen Einfluss auf den Ausbau der Windkraft, ein besonders wichtiges Vorhaben der Regierung.“ Sein Ziel sei es, diese Pläne stoppen, erklärt Hansson: „Selbstverständlich will ich das.“

 (Radio Schweden 4.3.2010)

 (Radio Schweden 20.2.2009)

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