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RECHT

Gewerkschaft fordert mehr Schutz für Angestellte im Rechtswesen

Publicerat torsdag 30 september 2010 kl 12.30

Als Reaktion auf die zunehmenden Drohungen gegenüber Mitarbeitern im Rechtswesen hat der Gewerkschaftsverband Jusek gefordert, sämtlichen Mitarbeitern geschützte Identitäten zu ermöglichen. Dies bestätigte Anders Bengtsson, Vorsitzender der Gerichts-Sektion von Jusek, im Schwedischen Rundfunk.

Vor dem Amtsgericht Malmö wird derzeit der Fall des sexuellen Missbrauchs einer 14-Jährigen durch zehn Männer verhandelt. Die Richterin war nach massiven Drohungen von dem Fall abgesprungen und hatte sich an einen geheimen Ort begeben müssen. 2009 wurden in Schweden mehr als 5000 Fälle registiert, bei denen Staatsanwälte, Richter, Kläger oder Zeugen teils massiv bedroht wurden. 

Zu Jahresbeginn hatte Jusek Mitarbeiter der Polizei, der Gerichte und der Staatsanwaltschaft zu ihrer Arbeitssituation befragt. Von den Antwortenden gaben 40 Prozent an, sich nicht sicher zu fühlen. 25 Prozent waren bereits Drohungen oder Gewalt ausgesetzt gewesen.

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