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2010

Medizinpreis für den „Vater“ der Retortenbabys

Publicerat måndag 4 oktober 2010 kl 11.00
Bekanntgabe des Nobelpreises in Medizin auf Deutsch
(0:16 min)
Die Geburt es ersten „Retortenbabys" machte im Juli 1978 Schlagzeilen in aller Welt.

Aktualisiert 13:14

Der Medizin-Nobelpreis 2010 geht an den britischen Physiologen Robert „Bob“ Edwards „für seine Arbeit zur Entwicklung der In-Vitro-Fertilisation“.

Zur Begründung sagte Professor Christer Höög vom Nobelkomitee, zur Umsetzung von Edwards Vision, der Schaffung von menschlichem Leben außerhalb des Körpers, seien mehrere grundlegende Probleme zu lösen gewesen. Edward sei es im Laufe der Jahre gelungen, all diese Herausforderungen zu meistern.

Tätig in Cambridge

Robert Edwards, geboren 1925 in Manchester und heute Professor Emeritus der Universtität Cambridge, arbeitete bereits seit den 50er-Jahren an der künstlichen Erzeugung von Leben. Seit 1968 arbeitete er eng mit dem verstorbenen Gynäkologen Patrick Steptoe zusammen. 1977 gelang dem Team erstmals die erfolgreiche Einpflanzung eines in der Retorte erzeugten Embryos in eine Frau. Am 25. Juli 1978 wurde per Kaiserschnitt das erste so genannte Retortenbaby, Louise Joy Brown, geboren. Seither sind rund vier Millionen Kinder weltweit mit der von Edwards entwickelten Methode gezeugt worden.

Professor Bo Angelin, Mitglied der Nobelversammlung, beschreibt den diesjährigen Preis im Schwedischen Rundfunk als lebensnah: „Dies ist einer der Ausnahmefälle, in denen so gut wie Jedermann versteht, um was es geht. Die Bedeutung wird auch in der Begründung beschrieben: Es gibt eine große Anzahl Menschen, die aus verschiedenen Gründen keine Kinder bekommen können, und diese Arbeit hat diesen Menschen sehr geholfen. Spannend daran ist aber auch, dass im Grund ein einziger Mann sie durch eine Reihe Entdeckungen ermöglicht hat. Vom Gedanken bis zum Kind.“

Angelin rühmt die Entdeckungen als wahre Grundlagenforschung und wies darauf hin, dass Wissenschaft auch bedeutet, sich mit Widerstand auseinanderzusetzen: „Zu zeigen, dass die In-Vitro-Fertilisation möglich ist, ist ein fundamentales Prinzip, dessen Entdeckung Jahrzehnte in Anspruch genommen hat. Zunächst hieß es auch, dies sei unmöglich und es gab Stimmen, die fanden, das seien Dinge, in die sich der Mensch nicht einmischen dürfe.“

Undichte Stelle im Komitee

Edwards gehörte nicht zu den von der Wissenschaftlerwelt im Voraus getippten Favoriten für den diesjährigen Preis. Aufgrund einer undichten Stelle im Nobelkomitee konnte die Tageszeitung Svenska Dagbladet seinen Namen jedoch bereits am Montagmorgen bekanntmachen. Undichte Stellen machen den Nobelkomitees in den letzten Jahren zunehmend zu schaffen, da ihre Unabhängigkeit und Unbestechlichkeit damit in Frage gestellt wird. Professor Angelin vom Medizinkomitee spielte die Problematik herunter: „Es wird ungeheuer viel spekuliert und wir kommentieren keine Spekulationen, auch diesmal nicht.“

Der mit zehn Millionen Kronen dotierte Preis wird am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, aus der Hand von König Carl XVI Gustav feierlich überreicht. Ob der Preisträger persönlich erscheinen kann, ist bislang offen. Die Nachricht seiner Ernennung überbrachte dem 85-Jährigen seine Ehefrau, er selbst sei aus gesundheitlichen Gründen zu Kommentaren nicht in der Lage, meldete die Nachrichtenagentur tt.

Luise Steinberger

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