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Nobelpreis für Literatur

Mario Vargas Llosa

Publicerat torsdag 7 oktober 2010 kl 13.01

Der Nobelpreis für Literatur geht in diesem Jahr an den peruanischen Schriftsteller Mario Vargas Llosa „für seine Analyse der Strukturen der Macht und seine messerscharfen Bilder von Widerstand, Revolte und Niederlagen von Individuen.“ Das gab die Schwedische Akademie in Stockholm bekannt.

Vargas Llosa nahm die Nachricht von seiner Ernennung zum Nobelpreisträger in New York entgegen, wo ihn der ständige Sekretär der Schwedischen Akademie, Peter Englund, am Vormittag telefonisch erreichte.

Politischer Autor

Mario Vargas Llosa wurde 1936 in Arequipa im Süden Perus geboren, verbrachte einen Teil seiner Kindheit mit seiner allein erziehenden Mutter in Bolivien. Nach Studien in Jura und Literatur war Vargas Llosa zunächst als Journalist tätig und begann zu schreiben. Erste Aufmerksamkeit erregte er 1959 mit der Erzählungssammlung Die Anführer. Mario Vargas Llosa gilt als politischer Autor. Von in den 1950er-Jahren linken Positionen näherte er sich zunehmend der Mitte und überraschte in den 1980er-Jahren mit marktliberalen Ansichten.

Nachfolge Sartres

Mit den Worten Peter Englunds: „Hier haben wir es mit einem wirklich gesellschaftlich engagierten Autor zu tun. Man kann sagen, er steht in der Nachfolge großer, bewunderter Autoren wie Victor Hugo, Camus, Malraux oder sogar Sartre.“ Und, so Englund weiter, Vargas Llosa nehme seine Schriftstellerrolle sehr ernst. „Seine Ansicht ist, dass es nicht in erster Linie die Aufgabe eines Schriftstellers ist, zu unterhalten. Sondern er hat die heute etwas altmodische Ansicht, dass Schriftsteller den richtigen Weg weisen, die Wahrheit sagen, ein moralisches Gewissen darstellen müssen. Und dieser Prämisse ist er durch seine ganzes schriftstellerisches Leben gefolgt“, so Peter Englund.

Von Links nach Liberal

Seine Entwicklung vom Linken zum Neoliberalen schilderte Vargas Llosa in der autobiografischen Schrift Der Fisch im Wasser - Erinnerungen. Die ausgesprochen linken Haltungen anderer lateinamerikanischer Autoren kritisierte Vargas Llosa, unter anderem warf er 1986 Gabriel García Márquez die einseitige und kritiklose Überbewertung des sozialistischen Modells vor. Der Schriftsteller betätigte sich auch selbst als Politiker. 1990 unterlag er bei den peruanischen Präsidentschaftswahlen, obgleich als Favorit getippt, knapp dem japanischstämmigen Außenseiter Alberto Fujimori.

Die Verleihung des Nobelpreises an Mario Vargas Llosa wurde allgemein mit wohlwollendem Erstaunen aufgenommen, gehörte der Peruaner doch nicht zu den Autoren, die als mögliche Kandidaten galten.

Luise Steinberger

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