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Müllentsorgung

Haushalte sparen durch Wiegen

Publicerat torsdag 7 oktober 2010 kl 13.37
Aber nichts in die Tonne vom Nachbarn legen!

Die schwedischen Haushalte insgesamt werfen pro Jahr fast fünf Millionen Tonnen Abfall weg. Das entspricht fast einer halben Tonne pro Person. Die Stadt Göteborg will den Haushaltsmüll zur Reduzierung nach Gewicht in Rechnung stellen. Die Haushalte des Göteborger Stadtteils Askim haben das Model getestet und ihre Abfallmenge um fast ein Fünftel gesenkt. Jetzt wird die Verwiegung des Mülls in ganz Göteborg eingeführt.

Lasse Johansson ist Fahrer eines Müllautos in Askim. Er wiegt jede Mülltonne, bevor er sie leert. Ein Computer liest einen Chip auf der Tonne ab und dem jeweiligen Haushalt wird in Rechnung gestellt, wie viel Kilogramm Abfall er weggeworfen hat.

18 Prozent weniger
Seit die Gebühren nach Gewicht im Januar in Askim eingeführt worden sind, ist die Menge des Abfalls um 18 Prozent zurückgegangen. „Es ist etwas weniger geworden“, stellt Lasse Johansson fest. „Die Leute überlegen sich vermutlich genauer, was sie in die Mülltonne tun.“  

Ein Vierpersonenhaushalt in Askim, der seine Müllmenge um die durchschnittlichen 18 Prozent senkt, spart im Jahr ungefähr 600 Kronen.

Besser Sortieren
Aber Helena Bengtsson, Projektleiterin für die Abfallentsorgung mit Verwiegung, versichert, dass der finanzielle Ansporn nicht ausschlaggebend ist, Abfallvermeidung und bessere Sortierung seien das Hauptziel. „Viele wollen auch etwas für die Umwelt tun. Dieser Anreiz wird durch unsere Bezahlung nach Gewicht verstärkt. Die Menschen sortieren ihren Müll besser.“

Was die Haushalte früher in die Tonne warfen und damit der Verbrennung übergaben - Glas, Pappe, Kunststoffe und Metalle – bringen sie jetzt in größerem Ausmaß zu den Recyclingcontainern. Ein großer Teil der Müllreduzierung ist auch darauf zurückzuführen, dass mehr Haushalte einen Kompost eingeführt haben oder Essensreste, Kartoffelschalen und ähnliches kostenlos mit einem gesonderten Müllauto entsorgen. Dadurch wird verhindert, dass Essensreste und sonstiger Bioabfall aus Ersparnisgründen über die Toilette entsorgt werden. Denn das wiederum würde eine Mehrbelastung von Kanalisation und Kläranlagen bedeuten.

Mehrkosten für die Stadt
Die Behörden haben nun beschlossen, das Verwiegesystem für Haushaltsmüll auf ganz Göteborg auszuweiten, obgleich die Kosten für die Stadt dadurch steigen.

Nach Berechnungen der Branchenorganisation Avfall Sverige kostet das Wiegen von Haushaltmüll jährlich Kosten umgerechnet sechs bis sieben Euro pro Kunde. „Unter anderem müssen die Fahrzeuge umgerüstet werden“, erklärt Helena Bengtsson. „Und das Abholen dauert durch das Wiegen ja auch länger. Aber das ist uns die Gewichtsabnahme wert.“

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