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Gesundheitswesen

Konferenz: Krankheiten in der Folge des Klimawandels

Publicerat måndag 11 oktober 2010 kl 10.10
Denguefebern sprids av myggor. Foto: Johan Nilsson/Scanpix
Tropische Mücken lassen sich in Europa nieder Foto: Johan Nilsson/Scanpix

In Karolinischen Institut in Solna bei Stockholm versammeln sich heute rund hundert Mediziner aus aller Welt, um die Folgen des Klimawandels auf die Verbreitung von Krankheit zu diskutieren.

„Wir fürchten zum Beispiel die Mücke, die Dengue- und Chikungunyafieber überträgt und sich in Südeuropa niedergelassen hat. In wärmerem Klima kann die Mücke überleben, und das ist heute in weiten Teilen Europas möglich. Bei anhaltender Wärme könnte sich diese Mücke bis nach Südschweden bewegen und dort etablieren.“ Elisabeth Lindgren ist Infektionsärztin am Karolinischen Institut und auf Klimafragen spezialisiert.

Klima und Globalisierung

Es sei an der Zeit, die Verbreitung von Krankheiten in der Folge des Klimawandels aber auch der zunehmenden Globalisierung von Kontakten zu besprechen. Bereits jetzt, das wissen die Forscher, haben typische Tropenkrankheiten Verbreitung gefunden. So siedeln sich etwa Malariamücken auf zunehmend höheren Höhen in den afrikanischen Gebirgen an, wodurch neue Bevölkerungsgruppen Gefahr laufen, sich anzustecken. Je wärmer das Klima und je anhaltender die Sommer, desto weiter verbreiten sich Erreger, was beispielsweise das Auftreten von Denguefieber in Südfrankreich belegt. In mehreren Fällen konnte im vergangenen Sommer mit Sicherheit festgestellt werden, dass die Infizierung auf französischem Grund und Boden geschah, dass sich also die Überträger der Krankheit in Europa angesiedelt haben.

Erreger als blinde Passagiere

Ein zweiter Verbreitungsweg ist ansonsten die zunehmende Globalisierung: Immer mehr Menschen reisen immer häufiger, immer schneller und in zunehmend entlegene Gegenden. Dadurch steigt die Gefahr, dass sie seltene Krankheiten als „blinde Passagiere“ von einem Ort zum anderen mitnehmen. Laut Elisabeth Lindgren sind Risikoanalysen erforderlich und möglicherweise auch Maßnahmen: „Wir haben heute einen enormen Transport von Krankheitserregern rund um den Globus, das hatten wir früher nicht. Bei gleichzeitiger Klimaveränderung kann das bedeuten, dass Erreger an anderen Orten Fuß fassen.“

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