Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Gesundheitswesen

Zahnpflege - für manchen unerschwinglich

Publicerat tisdag 12 oktober 2010 kl 09.16

Schweden gilt weltweit als vorbildlich, wenn es um das Gesundheitswesen geht. Den schwedischen Bürgern wird vom Staat jede notwendige medizinische Vor- und Fürsorge garantiert. Aber im wirklichen Leben sieht es zuweilen anders aus, denn das Versorgungssystem hat teilweise erhebliche Lücken. Wenn von Lücken die Rede ist, denkt man sofort an Zahnpflege, und gerade auf diesem Gebiet gibt es wachsende Kritik an den Gesundheitsbehörden.

Eines von vielen Beispielen verdeutlicht die bestehenden Mängel:

Carola Persson aus dem südschwedischen Städtchen Olofström geriet in die Zwickmühle, als sie kürzlich finanzielle Unterstützung für einen Routinebesuch beim Zahnarzt beantragte:

Zahnarztrechnung abstottern
„Ich kann es mir einfach nicht leisten, die zahnärztliche Vorsorge zu bezahlen, die eigentlich notwendig ist. Aber ich muss doch regelmässig zum Zahnarzt gehen, um die Gesundheit meines Gebisses so lange wie möglich zu erhalten.“

Aber die örtliche Gesundheitsbehörde sieht hier keine Verpflichtung, der seit längerem krankgeschriebenen Frau zu helfen. Der verantwortliche Sachbearbeiter verwies auf eine Bestimmung, nach der seit Jahresbeginn Ratenzahlung für Zahnbehandlungshonorare von weniger als umgerechnet 300 Euro nicht mehr zulässig sind.

Sozialamt rät zum Verkauf
Auf Anfrage des Schwedischen Rundfunks meinte der Beamte, die Gesundheitsbehörde sei schlieβlich keine Bank. Nun wandte sich Frau Persson an das Sozialamt. Dort riet man ihr, sie solle ihr Auto verkaufen, um die Zahnpflege zu bezahlen.

Das Problem der Patientin ist kein Einzelfall. Das bestätigt der Chef der örtlichen Zahnklinik: „Mit Fragen wie dieser haben wir wöchentlich mehrfach zu tun.“

Frau Persson hat vor einiger Zeit an die verantwortlichen Kommunalpolitiker geschrieben. Und weil sie bis heute keine Antwort erhalten hat, kommt sie zu folgendem Schluss: „Es ist fast so, als wollte man uns, die bedürftig sind, den Garaus machen - mehr brauche ich wohl nicht zu sagen.“

Klaus Heilbronner

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".