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75. Jubiläum

Slussen - damals eine toppmoderne Verkehrslösung

Publicerat fredag 15 oktober 2010 kl 11.38
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Verkehrsverbindung zwischen der Altstadt und Söder, zwischen der Ostsee und dem See Mälaren
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Eröffnungsfeier für Slussen

Heute vor 75 Jahren wurde der Verkehrsknotenpunkt Slussen in der Stockholmer Innenstadt feierlich in Betrieb genommen:

„Am Dienstag den 15. Oktober 1935 sehen die Stockholmer ihre neue Schleuse geschmückt zur Einweihung“, verkündete der Reporter mit gebührendem Engagement.

Bei Slussen, der damals toppmodernen neuen Verkehrslösung, handelte es sich unter anderem um die vierte Generation von Schleuse an dieser Stelle. Die Wasserstraße, die den See Mälaren mit der Ostsee verbindet, muss reguliert werden, und die neue Karl-Johan-Schleuse tat dies aufs Beste.

Wasser, Straße und Schiene 
International bekannt und berühmt jedoch wurde vor allem der Knotenpunkt für den rapide wachsenden Automobilverkehr und das U-Bahnnetz, das in den Dreißigerjahren in der schwedischen Hauptstadt entstand.

 Bei der festlichen Einweihung mit Flaggen und Fanfaren betonte König Gustav V. die Bedeutung des neuen Bauwerks: „Eine in höchstem Grad durchgreifende Umlegung des Verkehrs war notwendig, um die lange gewünschte bessere Verbindung zwischen den nördlichen und südlichen Teilen der Stadt zu schaffen.“

Viel bewundert 
Hinter der damals hypermodernen Lösung standen die schwedischen Architekten Tage William-Olson und Holger Blom in Zusammenarbeit mit Ingenieur Gösta Lundborg vom städtischen Bauamt. Lundborg soll den bahnbrechenden Vorschlag gemacht haben, die komplizierte Straßenführung in Form eines vierblättrigen Kleeblatts zu schaffen. Der neue Verkehrsknotenpunkt gefiel auch dem französisch-schweizerischen Architektenpromi jener Epoche, Le Corbusier, ausgezeichnet: „Sie in Stockholm haben das erste großartige Werk der modernen Zeit geschaffen: den Verkehrsknotenpunkt Slussen.“

Viel geschmäht
Heute – 75 Jahre nach seiner Einweihung – ist die damals so wegweisende Lösung zwar immer noch vielbefahren aber auch viel geschmäht verfallen. Allein ihre notdürftige Instandhaltung kostet die Stadt zwischen 300 000 und 500 000 Euro pro Jahr. Zu Verkehrsspitzenzeiten hat sich der Knotenpunkt zu einem Flaschenhals entwickelt.

Bereits in den Neunzigerjahren beschloss der Senat einen Neubau und es scheint sicher, dass die alten Verkehrskarusselle nicht bis zu ihrem hundertsten Jubiläum stehen bleiben werden. Der Baubeginn für die neue Verkehrslösung ist für 2012 geplant, die Fertigstellung frühestens 2018. Umgerechnet 800 Millionen Euro wird der Bau vermutlich verschlingen, und diesmal wird Slussen nicht wie ein vierblättriges Straßen-Kleeblatt aussehen.

Aber der Neubau und seine Form sind immer noch heftig umstritten; viele Vorschläge und Architektenwettbewerbe sind schon verworfen worden. Es gibt auch Stimmen, die das alte Straßengefüge und die Konstruktion als „baulich besonders wertvoll“ einstufen und unbedingt bewahren möchten.

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