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Afghanistan-Einsatz

Oberbefehlshaber informiert Reichstag: Übergabe erst 2014

Publicerat tisdag 19 oktober 2010 kl 10.06
Bedrückte Minen nach der Anschlagsreihe: Oberbefehlshaber Göranson (l) und Generalmajor Grundevik

Aktualisiert 15.25 Uhr

Anlässlich der Anschlagsreihe auf die schwedischen Isaf-Truppen in Afghanistan hat Oberbefehlshaber Sverker Göranson am Dienstag den Verteidigungs- und Auswärtigen Ausschuss im Reichstag über die Situation in der Krisenregion benachrichtigt. Bereits am Montag hatte Göranson nach Rücksprache mit dem Befehlshaber vor Ort ein Festhalten an der bisherigen Strategie angekündigt. Der jetzige Weg werde zum Erfolg führen, so der Oberbefehlshaber im Schwedischen Rundfunk.

Bei seiner Vorstellung der Truppenarbeit betonte Göranson, dass die Zusammenarbeit mit den afghanischen Sicherheitskräften fortgesetzt werde. Möglicherweise sei eine Aufstockung der schwedischen Truppenstärke vor allem im Bereich Krankenpersonal nötig. Ein Rückzug der Truppen schon im kommenden Jahr, wie von der Opposition gewünscht, würde die Soldaten vor enorme Probleme stellen, unterstrich der Oberbefehlshaber. Er halte daher an seinem Vorsatz fest, den afghanischen Truppen erst im Jahr 2014 die vollständige Kontrolle zu übergeben.

Kurz nach der Zeremonie zum Gedenken an den gefallenen Soldaten am Montagnachmittag wurden die schwedischen Truppen im nordafghanischen Mazar-i-Sharif erneut beschossen. Dabei wurden zwei Soldaten schwer verletzt. Der Zustand der beiden Verwundeten ist nach Angaben der Streitkräfte allerdings stabil. 

"Politische Lage in Schweden beeinflusst Lage in Afghanistan"

Verteidigungsminister Sten Tolgfors machte im Schwedischen Rundfunk deutlich, dass durchaus ein Zusammenhang zwischen den Anschlägen jüngster Vergangenheit und der anhaltenden Debatte im Reichstag über den Afghanistan-Einsatz bestehe. „So lange die Frage nicht geklärt ist, haben andere ein Interesse daran, uns zu beeinflussen. Erst wenn Schweden zu einer Position gefunden hat, verschwindet die Möglichkeit der politischen Einflussnahme mit Hilfe von Gewalttaten.“

Außenminister Carl Bildt betonte in seinem Blog die Wichtigkeit, allen in Afghanistan Tätigen volle und deutliche Unterstützung zu garantieren. Jegliche Form von Uneindeutigkeit sei zum jetzigen Zeitpunkt verantwortungslos. 

Seit 2002 beteiligt sich Schweden an dem Nato-geführten Einsatz. Fünf Soldaten sind seitdem ums Leben gekommen. Derzeit sind 530 schwedische Soldaten in Afghanistan stationiert. Unter den Parteien herrscht Uneinigkeit über den Einsatz. Während die Regierung das Mandat verlängern möchte, haben sich das rot-rot-grüne Bündnis sowie die Schwedendemokraten im Wahlkampf für einen Rückzug der Truppen schon im kommenden Jahr stark gemacht.

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