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Digitale Medien

„Im Internet sieht man nicht wo man ist!"

Publicerat tisdag 19 oktober 2010 kl 14.16
Kinder und digitale Medien
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Internet für Schularbeiten und in der Freizeit
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Bolibompa im Internet

Immer mehr kleine Kinder in Schweden benutzen Computer und Internetzugang. In den letzten Jahren hat auch die Zahl der Kinder, die einen eigenen Computer haben, zugenommen. Das zeigt die erste Studie des staatlichen Medienrats über die Mediengewohnheiten von Kindern zwischen zwei und zehn Jahren.

Die siebenjährige Josefin Nygren aus Stockholm benutzt das Internet in der Schule und zu Hause.

„Es ist sehr schwer, wenn man reingeht. Weil man nicht genau weiß, wo man eigentlich ist“ weiß Josefin aus Erfahrung. „Das ist ein komisches Gefühl, wenn man drinnen im Internet ist. Man sieht nicht, wo man ist und man wird auch sehr böse auf den Computer.“

Zunächst ganz einfach
Das meistbenutzte Medium in der Altersgruppe der Zwei- bis Neunjährigen ist immer noch das Fernsehen: 93 Prozent der Kinder sehen mehrmals in der Woche fern. Aber der Computer ist auf dem Vormarsch, die Kinder sind auch immer kleiner, wenn sie anfangen. „93 Prozent aller Fünf- bis Neunjährigen sind daran gewöhnt, Computer zu benutzen. Im Jahr 2005 fingen die Kinder ungefähr mit neun Jahren an, heute sind viele Anfänger erst drei Jahre alt“, fasst die Direktorin des Medienrats, Ann Katrin Agebäck, das Ergebnis der Studie zusammen.

„Die Kleinen machen recht einfache Dinge, spielen Spiele und schauen Filme bei Youtube an oder zeichnen, so wie man das früher in traditionellen Malbüchern tat. Die Kinder machen das, was nur einen einfachen Knopfdruck erfordert. Sie können ja noch nicht lesen und schreiben, deswegen benutzen sie die sozialen Medien noch nicht.“ Für E-Mails und beispielsweise Facebook sind die Kinder in dem Alter noch zu klein.

Eltern aus der Computergeneration
Fast die Hälfte aller Zweijährigen hat schon mal einen Computer benutzt. Vor allem Kinder von Eltern unter 30 verwenden Computer und Internet: „Eltern dieser Altersgruppe sind selbst mit Internet und Computerspielen aufgewachsen. Wir vom Medienrat sehen hier eine Tendenz, die für die Forschung interessant werden kann.“

Auch die Einstellung der Eltern zu den digitalen Medien hat sich verändert, sagt Ann Katrin Agebäck: „Die meisten sind sehr positiv und meinen, das Internet sei lehrreich und stimulierend für die Fantasie des Kindes und eine Art des sozialen Umgangs.“

Mit dem Schulbeginn ändern sich auch die Mediengewohnheiten: sie werden geschlechtsspezifisch. Bis dahin schauen fast alle die Kindersendung „Bolibompa“ des öffentlich rechtlichen Schwedischen Fernsehens an und spielen die gleichen Spiele. „Möglicherweise ermuntert die Schule Jungen dazu, sich wie Jungen zu verhalten, und Mädchen wie Mädchen“, spekuliert Agebäck. Die Schule lehrt die Kinder auch nicht genug über das Internet und die Benutzung von Computern im Unterricht, bedauert sie.

„Leider hinkt die Schule hinter der Entwicklung her. Ich glaube das ist ein wachsendes Problem. Wenn die Lehrer digitale Medien im Unterricht kaum verwenden und nicht auf dem Laufenden sind, finden die Schüler den Unterricht langweilig und verlieren das Interesse an der Schule. Das kann sich zu einem gesellschaftlichen Problem entwickeln.“

Gesprächsthema auf dem Pausenhof
Die Siebenjährigen von der Östermalmsschule in Stockholm sind in ihrer Freizeit fleißige Medienanwender, erzählen Elli Malaksos, Axel Geijer und ihre Freunde:

„Sobald ich nach Hause komme guck ich fern, bis ich ins Bett gehe.“

„Ich guck meistens abends.“

Die Lieblingsprogramme sind in dieser Altersgruppe meistens ganz auf ein junges Publikum eingestellt:

 „Disney Channel!“ „Ich auch!“ „Die Zauberer vom Waverly Place!“ „Cartoon Network guck ich, da gibt’s jede Menge Sendungen!“

Am meisten schau ich KiKa, Kinderkanal… aber manchmal auch Sachen für Erwachsene, Nachrichten und so was auch in der Zeitung steht!“

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