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Ausländerfeindlichkeit

Unbekannter schießt auf Zuwanderer in Malmö

Publicerat torsdag 21 oktober 2010 kl 09.14
Ungefähr an diesem Platz im Wäldchen hinter der Bushaltestelle muss der Täter am Montagabend gestanden haben.

Aktualisiert 15:40

Ein unbekannter Scharfschütze, der es offenbar auf Zuwanderer abgesehen hat, beunruhigt Polizei und Bevölkerung in Malmö. In insgesamt 15 Fällen hat innerhalb des vergangnen Jahres ein Unbekannter auf Einwanderer geschossen. Eine Frau starb, und am Dienstag wurde an einer Bushaltestelle im Stadtteil Nydala ein 28-jähriger Mann durch einen Schuss in den Rücken schwer verletzt. Am Donnerstag um die Mittagszeit ging bei der Polizei erneut eine Anzeige ein. Ein 16-jähriger Junge gab an, ebenfalls an einer Bushaltestelle beschossen worden zu sein.

„Es ist außerordentlich ernst, dass hier jemand am Werk ist, der den Folgen seines Handelns offenbar völlig gleichgültig gegenübersteht. Der Täter zielt auf die obere Körpferhälfte“, erklärt Kriminalkommissar Per Lidehäll, der einem 50 Mann starken Sonderkommando angehört, das die Fälle nun mit höchster Priorität bearbeitet.

Undeutliches Bild

Da in Malmö im Laufe des vergangenen Jahres eine allgemeine Anhäufung von Gewalt mit Schusswaffen vorgekommen war, die zum Teil auf Auseinandersetzungen krimineller Banden zurückzuführen ist, konnte die Polizei erst jetzt ein Muster erkennen, das bei den Schüssen auf Einzelpersonen auf einen Täter schließen lässt, der sich Zuwanderer als Opfer aussucht.

Einzelheiten gaben die Ermittler nur über einen Teil der Fälle bekannt. Gemeinsam ist, dass die Opfer Einwanderer waren, beziehungsweise in einem Fall eine schwedische Frau, die jedoch gemeinsam mit einem ausländischen Mann in einem Auto saß. Alle Angriffe ereigneten sich am Abend und in mehreren Fällen wurde dieselbe Waffe verwendet.

Neuerlicher „Lasermann"?

Vor knapp 20 Jahren hatte Schweden einen ähnlichen Fall erlebt. Zwischen August 1991 und Januar 1992 hatte der so genannte „Lasermann“ elf Einwanderer mit einem Gewehr mit Laservisier beschossen. Ein Mann starb, mehrere erlitten bleibende Verletzungen. Der Täter wurde 1995 zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

Integrationsminister Erik Ullenhag warnte allerdings vor übereilten Schlussfolgerungen und mahnte zur Besonnenheit. „Ich denke genau wie die Polizei, man muss vorsichtig mit dem Ziehen von Schlüssen sein. Es ist jedoch natürlich sehr, sehr ernst, wenn Menschen auf offener Straße beschossen werden. Zentral ist jetzt, dass die Polizei dies jetzt mit Priorität bearbeitet.“

Experten sehen jedoch Parallelen. Der Journalist Gellert Tamas, der ein Buch über den Lasermann geschrieben hat, meint, die gesellschaftliche Stimmung sei mit der Anfang der 1990er Jahre vergleichbar, und der damalige Täter habe angegeben, er sei in seinen Handlungen stark vom Zeitgeist beeinflusst gewesen. Kriminologieprofessor Jercy Sarnecki sagt, damals sei es die rechtspopulistische Partei Ny Demokrati gewesen, heute seien die Schwedendemokraten in den Reichstag eingezogen. „Das ist unbestreitbar eine sehr deutliche Parallele. Wir befinden uns wieder in einer intensiven Einwanderungsdebatte. Zugleich muss man sich ins Gedächtnis rufen, dass Menschen, die solche Gewalttaten begehen, in der Regel schwer gestört sind.“

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