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(Publicerat idag kl 17.31)
Lehrlingsausbildung

„Kinderkrankheiten“ im neuen Modell

Publicerat fredag 22 oktober 2010 kl 13.57
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Lehrling Linda Abebe legt Wert auf eine praxisbezogene Ausbildung
Jan Björklund
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Jan Björklund

Die schwedische Regierung will im nächsten Jahr ein neues Ausbildungssystem mit Lehrlingen an der gymnasialen Oberstufe einführen. Eine Auswertung der bisherigen Versuche deutet jedoch auf Mängel hin. Mehr Jugendliche als erwartet brechen die Ausbildung ab, und auch die Unternehmen, die diese Lehrlinge teilweise ausbilden sollen, sind skeptisch. Sie bezeichnen die geplante Ausbildungsreform als zu schnell und zu umfassend, schreibt Sydsvenska Dagbladet.

Die Lehrlingsausbildung – angelehnt an ein deutsches Vorbild - ist die Lösung mehrer Probleme des schwedischen Bildungssystems, meint Bildungsminister Jan Björklund:

  Sie soll jungen Mensche, die den theoretisch orientierten Unterricht satt haben und die Schule verlassen wollen, durch praxisnahen Unterricht bei der Stange halten. Und sie soll die Chancen der Schulabgänger, auf einen Arbeitsplatz verbessern und so die Jugendarbeitslosigkeit von fast 30 Prozent bekämpfen.

Fern vom Berufsalltag


In der herkömmlichen schwedischen Ausbildung werden Handwerker meist an öffentlichen Schulen mit eigenen Lehrwerkstätten ausgebildet. Mit Arbeitgebern, Aufträgen oder gar Kunden, kommen die Jugendlichen kaum in Kontakt. Ein großer Teil des Lehrstoffes ist theoretisch ausgerichtet.

Genauso viele Schulabbrecher


2008 ließ die Regierung an einigen Schulen probeweise eine Lehrlingsausbildung einführen. 11.000 Ausbildungsplätze stehen zur Verfügung, von denen aber nur gut die Hälfte, 6.000, genutzt wird. Eine Auswertung der Schulbehörde zeigt, dass ungefähr genauso viele Jugendliche diese Ausbildung abbrechen wie die etablierten Ausbildungen.

Widerstand in den Branchen


Auch bei den Arbeitgebern stößt das neue Ausbildungsmodell auf wenig Gegenliebe:

  • In der Elektrobranche wollen die Betriebe nicht an der Ausbildung mitwirken, bevor die Jugendlichen nicht mindestens zwei Jahre die Bänke der berufsbildenden Schulen gedrückt haben.
  • Viele Industriebetriebe haben nach der jahrelangen Unzufriedenheit mit den herkömmlichen Ausbildungen bereits eigene Lösungen geschaffen, um Berufsnachwuchs heranzuziehen, und wollen ihren eigenen Weg nicht verlassen.
  • Auch Vertreter der  Baubranche wollen nur einige wenige Lehrlinge aus der Schule um eventuelle Lücken auszufüllen. Die Erfahrungen der letzten beiden Jahre mit der von der Regierung ins Leben gerufenen versuchsweisen Lehrlingsausbildung seien eher abschreckend.  

Bevor das neue Lehrlingssystem in Schweden ein Erfolg ist, muss an der Ausbildung noch kräftig gefeilt werden.

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