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Radiogeschichte

Ende der Kurzwellenepoche

Publicerat fredag 29 oktober 2010 kl 13.50
Verzicht auf die Kurzwelle
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Kurzwellenantennen des Senders in Hörby
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Herz eines Kurzwellensenders
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Heute gilt er als Vintage-Gerät: der Kurzwellenempfänger

Ende Oktober 2010 geht eine schwedische Hörfunkepoche zu Ende: Der Schwedische Rundfunk stellt seine Sendungen auf Kurz- und Mittelwelle ein. Hörer im Ausland werden ausschließlich über das Internet bedient.

Seit mehr als 70 Jahren versorgt Radio Sweden (bis 1987 unter dem Namen Utlandsprogrammet) Schweden und Schweden-Interessierte in allen Teilen der Welt mit aktuellen Informationen über das skandinavische Land. Die Sendungen in verschiedenen Sprachen erfolgten hauptsächlich über Kurz- und Mittelwelle.

Auf der Schwelle zum Weltkrieg
Am ersten Juli 1938 wurden die ersten Programme nach Nordamerika ausgestrahlt:

„Hallo! Hallo! Hier ist Stockholm/Schweden. Jede Mittwoch- und Samstagnacht werden wir Versuchssendungen auf Kurzwelle für Schweden im Ausland ausstrahlen.“ So begannen die Auslandssendungen 1938. Während des Zweiten Weltkriegs weitete der Schwedische Rundfunk sein Sprachangebot auf Englisch, Deutsch und Französisch aus.

In den Fünfzigerjahren wurden neue und stärkere Sender in Betrieb genommen – unter anderem, um Südamerika zu erreichen. Programme auf Spanisch und Portugiesisch kamen hinzu.

Für Auslandsschweden
Die Handelsverbindungen vor allem mit Brasilien waren stärker geworden und viele schwedische Unternehmen hatten sich dort etabliert. Zu einer Zeit, als Zeitungen per Post ins Ausland geschickt wurden, um teilweise tage- und wochenalte Nachrichten zu vermitteln, boten die Sendungen über knisternde Kurzwellen dem schwedischen Auslandspersonal dieser Unternehmen einen täglichen aktuellen Kontakt mit der Heimat.

Um den Empfang gleich zu Anfang der Sendung möglichst störungsfrei einstellen zu können, begannen alle Programme mit einer langen Kennmelodie. Midsommarvaka vom schwedischen Komponisten Hugo Alven leitete alle Sendungen in einem Spezialarrangement mit dem Sinfonieorchester des Schwedischen Rundfunks ein.

„Neutrale“ Nachrichten
Während des Kalten Krieges erhielten die Nachrichtensendungen aus dem blockfreien Schweden in verschiedenen Sprachen eine neue Bedeutung. Ab 1967 sendete der Schwedische Rundfunk auch auf Russisch.

Als Ende der Achtzigerjahre das Streben nach Selbständigkeit in Osteuropa immer stärker wurde, begann Radio Sweden mit Sendungen auf Estnisch und Lettisch. Sie wurden im Jahr 2005 eingestellt.

Der Schwedische Rundfunk initiierte auch in anderen Sprachen Sendungen - und stellte sie wieder ein: Französisch, Spanisch und Portugiesisch verschwanden Anfang der Neunzigerjahre. Eine zeitlang stammten die Mittel für den Sendebetrieb damals vom schwedischen Außenministerium, aber dann erfolgte die Finanzierung wieder durch Rundfunkgebühren unter der Aufsicht des Kultusministeriums.

Ut i vida världen
1988 erneuerte Radio Sweden sein Klangbild mit der Kennmelodie „Ut i vida världen“, (Hinaus in die weite Welt). Selbstverständlich war das Stück, das der Musiker Ralph Lundsten im Auftrag von Radio Sweden komponiert hatte, technisch an die oft schwierigen Empfangsbedingungen der Kurzwelle angepasst.

Im Jahre 2008 stellte Radio Sweden seine Kurzwellensendungen auf Schwedisch und Deutsch ein, 2009 verschwand Weißrussisch und ab November 2010 gehen auch die Programme auf Russisch und Englisch zu anderen Vertriebsformen über.

Die Sendungen, die in den Dreißigerjahren als Service für Auslandsschweden und Seeleute eingeführt wurden, haben im Laufe der Jahrzehnte Millionen von Hörern in aller Welt erreicht. Viele von ihnen haben auch den Wechsel in die digitale Welt und das Internet vollzogen und halten Radio Sweden weiterhin die Teue.

Göran Löwing

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