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Doping

Auftakt für Riesenprozess

Publicerat måndag 1 november 2010 kl 11.12
Der Beginn der Gerichtsverhandlungen in Sundsvall war mit hohen Sicherheitsvorkehrungen verbunden. Foto: Ralf Bergman / Scanpix

Im nordschwedischen Sundsvall hat am Montag der bisher größte Gerichtsprozess wegen Dopingvergehen begonnen. Dabei geht es um umfassenden Schmuggel und Handel mit Dopingpräparaten. Der Prozess stellt neue Herausforderungen an den Rechtsapparat. Da allein die Angeklagten und ihre Rechtsbeistände 150 Personen ausmachen, wird der Prozess auch gleichzeitig im südschwedischen Malmö sowie in Göteborg, Örebro und Karlstad geführt. Die Gerichtssäle sind dabei per Videokonferenz miteinander verbunden. Gleichzeitig macht der Prozess deutlich, dass Doping bei weitem nicht nur auf den Spitzensport begrenzt sondern zu einem Gesellschaftsproblem geworden ist.

Ein ausgeklügeltes weit verzweigtes Netzwerk hat Dopingpräparate hergestellt und hauptsächlich über das Internet vor allem in Schweden aber auch in anderen europäischen Ländern verkauft. Drahtzieher scheint ein 44-Jähriger Schwede zu sein, der noch auf freiem Fuß ist, und den die Behörden in Serbien vermuten. Unter den Angeklagten befinden sich viele so genannte normale Bürger, die bisher noch nie auffällig waren.

Gut 70 Personen wurden angeklagt und an die 1000 Käufer aufgedeckt. Henrik Blusi von der Polizei glaubt jedoch, dass es sich nur um die Spitze eines Eisberges handelt: „Diese Marke haben wir mit unsren Ermittlungen aufdecken können. Aber es gibt noch jede Menge andere Präparate auf dem Markt. Es gibt andere Wege von Produktion, Distribution und Verkauf, die immer noch im Geschäft sind. Der Zugang über das Internet ist nahezu unbegrenzt.“

Gesellschaftsproblem

Dass Doping schon längst nicht mehr nur ein Problem beim Spitzensport ist, glaubt auch Tommy Lerstrand, Chef eines Fitness-Studios in Sundsvall: „Doping ist nicht nur eine Sorge im Sport oder in den Fitness-Studios. Doping ist ein Problem in der gesamten Gesellschaft.“

Auch die Polizei hofft, dass dem Problem mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird. Der Verkauf von Dopingpräparaten soll im Grunde genauso schwer bestraft werden, wie ein Drogendeal, doch die Erfahrung zeigt, dass die Strafsätze bisher meistens nur halb so hoch sind.

Der Beginn der Verhandlungen in Sundsvall und in den anderen Städten bringt jetzt die gewünschte  Aufmerksamkeit. Mindestens 7 Monate und über 100 Verhandlungstage wurden angesetzt, um die Ereignisse rechtlich aufzuarbeiten.

Dieter Weiand

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