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Gesellschaft und Gesundheit

Alkohol- und Drogenmissbrauch verschlingt Milliarden

Publicerat tisdag 2 november 2010 kl 11.04
„Routinemäßiges Nachfragen nach Trinkgewohnheiten kann schon helfen"
(2:42 min)
Aus einem Gläschen wird für viele schnell mehr, strengere Kontrollen am Arbeitsplatz oder beim Arztbesuch könnten helfen

500.000 Schweden haben ein Alkohol- oder Drogenproblem. Die dadurch entstehenden Kosten belaufen sich jährlich auf umgerechnet 15 Milliarden Euro. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten im Auftrag der Regierung. Um der Ausgaben Herr zu werden, schlägt der Gutachter verschärfte Gesetze vor. Aber auch im Gesundheitswesen muss nachgebessert werden.

Nur jeder fünfte Alkohol- oder Drogenabhängige bekommt derzeit Hilfe. Die übrigen immerhin 400.000 Betroffen fallen durch das Netz des Gesundheitswesens hindurch, kritisiert Gutachter Gerhard Larsson. Gleichzeitig steigt die Zahl der Abhängigen kontinuierlich an. Allein die Zahl der Schwerstabhängigen ist in den vergangenen zehn Jahren um nahezu 20 Prozent in die Höhe geklettert. 

„Das Wichtigste ist die Früherkennung“, so Larsson im Schwedischen Rundfunk. „Eine erhebliche Rolle spielt auch, wie das medizinische Personal auftritt, wie die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Instanzen läuft und wie die Arbeitsverteilung organisiert ist. Die medizinische Betreuung insgesamt muss durch verbesserte Kompetenz, mehr Forschung und Ausbildung für das Personal qualitativ verbessert werden, das mit Fragen des Drogenkonsums arbeitet.“

Früherkennung zahlt sich aus 

Schwedens Kommunen und Provinziallandtage investieren derzeit jährlich umgerechnet 1,7 Milliarden Euro in die medizinische Betreuung von Alkohol- und Drogenabhängigen. Wie jüngste Berechnungen der Regierung zeigen, lohnt sich das frühzeitige Einschreiten. Häufig lässt sich so der Abstieg in eine schwere Form der Abhängigkeit vermeiden. Doch aufgrund von Unkenntnis und teilweise wohl auch Zeitmangel bleibt die Mehrzahl der Suchtfälle unentdeckt. 

„Als konkrete Maßnahme könnte das medizinische Personal routinemäßig nach Trinkgewohnheiten nachfragen und versuchen, mögliche Probleme aufzudecken. Dann sollte den Betroffenen Hilfe angeboten werden. Außerdem sollten alle Menschen gleichermaßen Zugang zu medizinischer Hilfe und Behandlung haben. Derzeit unterscheidet sich das Angebot landesweit allerdings erheblich.“

Teuerste Sucht: Alkohol 

Vielerorts seien die Hilfsangebote für Alkohol- und Drogenabhängige mangelhaft, stellt Gutachter Larsson fest. Darunter leiden nicht nur die Betroffenen selbst. Alle Steuerzahler kommen die Versäumnisse teuer zu stehen. Am kostspieligsten ist der Alkoholmissbrauch. Er verschlingt jährlich umgerechnet 6,6 Milliarden Euro, insbesondere durch Krankheit und infolgedessen Arbeitsunfähigkeit, dicht gefolgt von Drogenabhängigkeit, für deren Folgen 6,2 Milliarden Euro aufgebracht werden müssen. Auch der Medikamentenmissbrauch ist nicht zu unterschätzen: Hier beläuft sich der entstandene Schaden auf immerhin noch zwei Milliarden Euro. 

Konkrete Vorschläge, wie sowohl den Betroffenen besser geholfen werden kann als auch enorme Kosten für die Gesellschaft gespart werden können, wird Gutachter Larsson spätestens im Frühjahr vorlegen.

Liv Heidbüchel

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