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Zu wenig Klinikplätze für Jugendliche mit Depressionen

Publicerat fredag 18 februari 2011 kl 11.40
Zu wenig Klinikplätze für Jugendliche mit Depressionen
(1:42 min)
(Foto: Archiv / Scanpix Schweden)

Die Zahl junger Menschen, die wegen einer Depression stationäre Behandlung benötigen, hat sich zwischen 1995 und 2007 verdreifacht. Gleichzeitig ist die Zahl der Plätze für stationäre Behandlung von Kindern und Jugendlichen um ein Drittel gekürzt worden. Den benötigten Platz in einer psychiatrischen Klinik zu bekommen, kann also schwer sein.

Seit 2007 hat die Regierung fast eine Milliarde Kronen zur Verbesserung der Kinder- und Jugendpsychiatrie investiert. Gleichzeitig wurde hauptsächlich die Behandlung von leichteren psychischen Zuständen verstärkt, um so der Entstehung schwerer Depressionen vorzubeugen.

„Wir hatten in den Jahren zuvor die Erfahrung gemacht, dass stationäre Behandlung nicht in allen Fällen gut ist. Deshalb wollten wir den jungen Menschen mehr ambulante Therapien anbieten, während sie zuhause wohnen“, erläutert Ing-Marie Wieselgren, Expertin für Psychiatriefragen bei SKL, der Vereinigung für Schwedens Kommunen und Regionen, den Hintergrund des Vorgehens. „Damit kann man in einem früheren Krankheitsstadium eingreifen. Um das durchführen zu können, musste man bei der relativ teuren stationären Behandlung kürzen.“

Nach Auskunft des Zentralamts für Gesundheits- und Sozialwesen wurde mit dieser Schwerpunktsetzung die Zahl der Pflegeplätze in den geschlossenen Stationen der  psychiatrischen Kliniken gesenkt.

Junge Schweden mit schweren psychischen Erkrankungen bekommen also nicht immer schnell die geeignete Pflege und Menschen, die stationär behandelt werden sollten, sind auf ambulante Behandlung oder das Betreuungsangebot von Therapieheimen angewiesen.

 „Diese Jugendlichen bekommen nicht die medizinisch psychiaterische Behandlung, die sie ganz offensichtlich brauchen“, bedauert Birgitta Hagström, Abteilungsleiterin beim Zentralamt für Gesundheitswesen. „Das Personal der Heime ist nicht für die Behandlung ernster Erkrankungen ausgebildet.“

  • 2001 gab es in Schweden 254 Plätze in geschlossenen Stationen psychiatrischer Kliniken. 2009 waren es 171, rund 30 Prozent weniger.
  • Zwischen 1995 und 2007 verdreifachte sich die Zahl von Schweden zwischen 16 und 19 Jahren, die wegen Depression stationär behandelt werden mussten.
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