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Selbständigkeit

Jungunternehmer-Messe 2011 bereitet Schüler auf Arbeitsleben vor

Publicerat måndag 21 februari 2011 kl 15.16
"Unternehmensgründung soll selbstverständlich sein"
(3:51 min)

Auf der größten Jungunternehmer-Messe der Welt stellen 450 Gymnasiasten und junge Erwachsene ihre Produkte und Dienstleistungen in Stockholm einem breiteren Publikum vor. Wie Statistik der Veranstalter Ung Företagsamhet („Junges Unternehmertum“) zeigt, macht sich ein Viertel der Schüler, die schon früh ein Unternehmen als Hobby gründen, zehn Jahre später selbständig. Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit von gut 20 Prozent scheint die Möglichkeit, auf seinen eigenen zwei Beinen zu stehen, für viele attraktiv.

Wer nicht früh lernt, was es bedeutet, ein Unternehmen zu gründen und vor allem zu betreiben, tut sich später umso schwerer – und wagt den Schritt vielleicht niemals. Der politisch ungebundene Verein Ung Företagsamhet arbeitet deshalb eng mit den Schulen in allen Provinzen des Landes zusammen und hilft alljährlich tausenden jungen, begeisterten Menschen auf dem Weg ins Unternehmertum. 

Einer dieser 19.800 Schüler, die in diesem Schuljahr die ungefährliche Existenzgründung ohne größeren finanziellen Aufwand und ohne Zwang zum Big Business proben, ist Rickard Lyrsell. Im Sommer macht der gebürtige Kolumbianer Abitur, Hauptfach Handel, doch schon jetzt stellt sich der 18-Jährige an seine ersten Erfahrungen als Unternehmensleiter ein. 

„Ich will ein Unternehmen gründen, an dem mein Vater schon länger arbeitet. „Grooveeball“ soll es heißen, wie unser Produkt. ‚Der freundliche Ball für Drinnen’, ist unser Slogan. Er ist für das Spielen im Haus gedacht, weil er kein Glas kaputt und keine hässlichen Schrammen macht. Wir wollen, dass Eltern ihren Kindern nicht mehr das Ballspielen verbieten müssen. Ich glaube, mit dem Ball können wir in der ganzen Welt Erfolg haben, weil ja alle dasselbe Problem haben.“ 

Den handlichen, knallbunten Plastikball zum Selbstzusammensetzen zeigt Rickard Lyrsell auf der Jungunternehmer-Messe zum ersten Mal. Er hofft auf gute Verkaufszahlen, aber auch auf nützliche Kontakte zu anderen Unternehmen im Bereich Spiel und Sport. 

Auf der Messe ist neben den Anfängern der Branche auch eine Reihe etablierter Unternehmen vertreten, die sich gern unter die Neuankömmlinge mischen, erklärt Henrik Hoffman, außerhalb der Messe für Schulfragen in der Provinz Södermanland zuständig. „Viele halten die Augen nach neuen Talenten geöffnet, viele suchen Verkäufer, andere wiederum Investitionsobjekte. Die Messe gibt den Jungunternehmern die Chance, ihre Idee an der Wirklichkeit zu messen, mit vielen Leuten und vor allem vielen potentiellen Käufern. Das bringt die Unternehmer richtig voran.“

Unternehmensgründung: eine Selbstverständlichkeit

Jeder vierte Schüler, der über die Organisation Ung Företagsamhet ein Unternehmen gegründet hat, traut sich auch später den Schritt in die Selbständigkeit zu. Zehn Jahre nach dieser Erfahrung stellen sie im Schnitt vier Mitarbeiter in ihren zumeist Kleinunternehmen ein. Das entspricht 180.000 Arbeitsplätzen in diesem Zeitraum. 

„Unsere ehemaligen Schüler sind besser für die Zukunft gerüstet“, sagt Henrik Hoffman und verweist auf hauseigene Statistik. „Sie sind seltener arbeitslos und öfter selbständig tätig. Wir wollen, dass es eine Selbstverständlichkeit für die Schüler ist, das zu machen, was ihnen Spaß macht. Ob sie angestellt oder selbständig sind, ist eher nebensächlich. Aber es soll für sie natürlich sein, eine Firma zu gründen, wenn sie eine gute Geschäftsidee haben.“ 

Rickard Lyrsell glaubt felsenfest an die Geschäftsidee von ihm und seinem Ingenieurs-Vater. Mit 25 Jahren möchte der Gymnasiast zwei erfolgreiche Unternehmen gegründet und es zu einigem Reichtum gebracht haben. Auch wenn es dem zielstrebigen Jungunternehmer an Selbstbewusstsein nicht mangelt, hält er die Hilfe von Kollegen mit mehr Erfahrung für unbezahlbar. 

„Man sollte sich nicht allein selbständig machen, denn es ist schwer, den Überblick zu behalten. Ich werde mir auf alle Fälle Hilfe von verschiedenen Leuten aus verschiedenen Branchen holen. Schon als Kind wollte ich viel Geld haben. Ich habe mich bei allen möglichen Jobs umgeguckt, aber als selbständiger Unternehmer verdient man am meisten.“

Liv Heidbüchel

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