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Mordfall Olof Palme

Christer Petterson tot

Publicerat torsdag 30 september 2004 kl 12.43
Christer Pettersson will seinen Freispruch gebührend feiern (Foto: Anders Holmström / Scanpix)

Der wegen Mordes an Ministerpräsident Olof Palme zunächst verurteilte und später freigesprochene Christer Pettersson ist im Alter von 57 Jahren in Stockholm gestorben. Petterson war am 16. September mit Schädelverletzungen ins Karolinska Krankenhaus eingeliefert worden. Wie er sich die Schädelfraktur zugezogen hatte, ist unklar. Pettersson wurde im Jahr 1988 verhaftet unter dem Verdacht Palme 1986 ermordet zu haben. Er wurde vom Amtsgericht in Stockholm 1989 dafür zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Das Oberlandesgericht sprach ihn in zweiter Instanz jedoch frei

Mit Christer Petterson starb ein Mann, der vielleicht als Einziger das Rätsel um den Mord an Ministerpräsident Olof Palme hätte lüften können.

Hat er nun Olof Palme am 28. Februar 1986 umgebracht oder nicht? Petterson belebte schließlich selbst das Rätselraten immer wieder aufs Neue. Zuletzt kurz vor seinem Tod.

„Ein Leben ist zu Ende gegangen, das voller Elend und Tragik war." So kurz wie treffend kommentierte Ministerpräsident Göran Persson den Tod des Christer Petterson. Das Elend des Lebens teilte er mit anderen. Mit seinen Kumpels, die wie er auf den Parkbänken im Stockholmer Vorort Sollentuna beim Bier zu verweilen pflegten. Die Tragik seines Lebens liegt darin, dass Christer Petterson nach dem Mord an Olof Palme zu einem Hassobjekt und Spielball für viele wurde.

Nach dem Freispruch vor dem Oberlandesgericht sagte er auf seiner eigenen Pressekonferenz: „Ich sag Ihnen ganz ehrlich: Hätte ich Palme umgebracht, dann hätte ich fast genau so eine Maske aufsetzen können wie jetzt. Aber nur fast."

Lebte von seiner Publicity

Hätte, könnte, fast. Petterson, so schien es, setzte die Masken nach Belieben auf und ab. Obwohl vom Gericht freigesprochen, gestand er den Mord danach in einer Talkshow. Später widerrief er ebenso medienwirksam sein Geständnis.

Kein unbeschriebenes Blatt

Sein Verhältnis zu den Medien war vom gegenseitigen Geben und Nehmen geprägt: Petterson lieferte Geschichten und bekam dafür Geld. Was er  hauptsächlich in Schnaps und Drogen anlegte. Wirklich nüchtern war Petterson nie. Und nicht nur wegen des Mordes an Olof Palme beschäftigte er die Polizei. Hunderte größere und kleinere Delikte gingen auf sein Konto. Er prügelte seine Lebensgefährtin fast zu Tode, er erstach einen Mann auf offener Straße mit einem Bajonett.

Immer wieder dunkle Andeutungen

Schon vor Monaten ahnte Petterson, dass er nicht lange zu leben hatte. Weshalb er sich an den Radio-Journalisten Gert Fylking wandte und um Hilfe bat beim Verfassen seiner Geschichte. „Ich bin völlig überzeugt, dass Petterson der Mörder ist, also war. Er wusste das auch. Er half mir auf die Sprünge, und erzählte mir immer mehr im Lauf der Zeit. Zum Schluss berichtete er genau über den Abend des 28. Februar."

Auch der Familie von Olof Palme wollte Petterson vor seinem Tod noch etwas sehr Wichtiges mitteilen. Über Privatermittler habe er den Kontakt gesucht, schildert Mårten Palme. Wollte er ein weiteres Mal ein Geständnis ablegen? „Ich wusste, dass er schuldig ist.", sagte Mårten Palme. „Für mich hat dieses Geständnis deshalb nicht die große Bedeutung. Aber für die Dokumentation ist es natürlich wichtig."

Katja Güth

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