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Libyen-Unruhen

Bildt-Kommentar erntet Kritik

Uppdaterat tisdag 22 februari 2011 kl 16.50
Publicerat tisdag 22 februari 2011 kl 14.05
Vier Jahrzehnte Stabilität reichen Libyen, meinen Schwedens Sozialdemokratische Frauen (AP Photo/Lefteris Pitarakis)

Aktualisiert 16.50 Uhr

Schwedens Außenminister Carl Bildt hat wegen seines Kommentars zu den Unruhen in Libyen herbe Kritik geerntet. Im Schwedischen Rundfunk hatte Bildt am Montag gesagt, es gehe nicht darum, auf der einen oder anderen Seite zu stehen, sondern darum, Stabilität und eine angemessene Entwicklung zu erreichen. Die Sozialdemokratischen Frauen wandten ein, dass Libyen bereits auf 40 Jahre Stabilität zurückblicke. Bildts Reaktion auf die blutige Entwicklung in dem Land sei empörend und peinlich für Schweden. Libyen benötige vielmehr die Unterstützung der Umwelt auf dem Weg zur Demokratie. Schweden könne dabei eine führende Position einnehmen.

In einer schriftlichen Anfrage forderte der Abgeordnete der Umweltpartei, Gustav Fridolin, eine Antwort auf die Frage, ob Schwedens Haltung zu Demokratie und Diktatur neutral sei. Auch der außenpolitische Sprecher der Linkspartei, Hans Linde, äußerte sich kritisch. Es sei bemerkenswert, dass Bildt den Demonstranten nicht seine Unterstützung ausspreche. Sowohl im Falle Ägyptens als auch Tunesiens sei dies erst nach der Revolution geschehen. Diese Haltung sei „ohne Rückgrat“, so Linde.

Kritik lässt Bildt unberührt

Bildt, der sich zurzeit in Ägypten befindet, wies die Kritik als unbegründet zurück. Vielmehr sei Schweden die treibende Kraft für die kritische Haltung der EU gegenüber Gaddafi gewesen.

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