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15 Jahre nach Olof Palmes Tod

Von der Mörderjagd zum Gedenktag

Publicerat onsdag 28 februari 2001 kl 10.48

500 000 Dokumente und mehr als 20 000 verfolgte Spuren - das ist die Bilanz der Kommission, die seit 15 Jahren versucht, den Mord am ehemaligen Ministerpräsident Olof Palme aufzuklären. Doch mehr als die unterschiedlichsten Verschwörungstheorien und einen verurteilten Hauptverdächtigen, der später wieder freigelassen wurde, kam bei den Nachforschungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft bislang nicht heraus. Der Mörder von Olof Palme ist auch 15 Jahre nach der Tat noch auf freiem Fuß.

Drei Jahre nach der Tat atmete das schwedische Volk auf. Im Juli 1989 wurde Christer Petterson des Mordes an Olof Palme schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch die Beweise hielten nicht. In zweiter Instanz sprach das Oberlandesgericht den Schweden wieder frei. Den Spekulationen waren erneut Tür und Tor geöffnet. War es Palmes Kritik am Verhalten der USA im Vietnamkrieg oder sein Engagement für die Abschaffung der Apartheid in Südafrika? Oder mussten die Drahtzieher des Anschlages gar im heimischen Schweden gesucht werden? Berichte über die schlampige Untersuchung des Falles in den ersten Monaten nährten Theorien von einer Verschwörung im rechten Polizeimilieu.

Suche nach der Mordwaffe

Für Staatsanwältin Agneta Blidberg, die die Untersuchungskommission derzeit leitet, ist das Auffinden der Mordwaffe der Schlüssel zur Lösung des Falles. „Wir sind immer noch darauf aus, die Waffe zu finden, und die Munition. Da gibt es einige Spuren, die wir verfolgen. Dann gibt es die sogenannte Südafrikaspur, die haben wir noch nicht ganz fallen gelassen. Und dann gibt es Verhöre, die uns vielleicht weiterbringen, zum Beispiel das Verhör mit Öcalan in der Türkei."

PKK-Spur

In der vergangenen Woche genehmigte die türkische Regierung den Schweden, den zum Tode verurteilten PKK-Führer Abdullah Öcalan zu befragen. In seinem Gerichtsprozess hatte dieser 1999 behauptet, eine Gruppe von PKK-Aussteigern, darunter seine Ex-Frau, seien für den Mord verantwortlich gewesen.

Doch Aussagen von Zeugen verlieren 15 Jahre nach der Tat immer mehr an Beweiskraft. Was zählt, sind Fakten, wie zum Beispiel die Mordwaffe. Derzeit konzentrieren sich die zwölf Mitarbeiter der Untersuchungskommission vor allem auf einen Revolver, der 1983 bei einem Bankraub im mittelschwedischen Mockfjärd benutzt wurde. Die Zusammensetzung der Kugeln glich der jener Geschosse, die auf Olof Palme abgefeuert wurden.

Agnes Bührig

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