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Gericht gibt Auslieferungsantrag statt

Uppdaterat torsdag 24 februari 2011 kl 14.04
Publicerat torsdag 24 februari 2011 kl 11.27
Bald wieder in Schweden? Julian Assange

Der wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung und Vergewaltigung gesuchte Wikileaks-Gründer, Julian Assange, wird von Großbritannien an Schweden ausgeliefert, hat das zuständige Gericht in London am Donnerstag bekanntgegeben. Richter Howard Riddle führte in seiner Begründung aus, dass die Anfrage seitens der schwedischen Staatsanwaltschaft rechtmäßig sei.

Die Behauptungen der Verteidigung, Assange erwarte in Schweden kein fairer Prozess, da in der Presse und öffentlichen Meinung bereits eine Vorverurteilung stattgefunden habe, bewertete der Richter als wenig hilfreich.

Die Verteidigung hat bereits angekündigt, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen. Sie hat dazu sieben Tage Zeit. Ansonsten werde Assange in zehn Tagen ausgeliefert. Doch wegen der Prominenz des Falles wird davon ausgegangen, dass sich der Fall durch sämtliche Instanzen bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte hinzieht.

Assange wird von der schwedischen Staatsanwaltschaft gesucht, um ihn wegen der gegen ihn gerichteten Verdachtsmomente zu befragen. Der 39-Jährige war am 7. Dezember 2010 aufgrund eines internationalen Haftbefehls in Großbritannien festgenommen worden, kam aber später unter strenge Auflagen aus der Haft frei. Die Verhandlungen über seine Auslieferung hatten sich seit Anfang Januar hinausgezogen.

Der gebürtige Australier wird verdächtigt, bei seinem Besuch im Sommer des vergangenen Jahres zwei Frauen Sex ohne Kondom aufgezwungen zu haben. Der Gründer von Wikileaks hat betont, er sei Opfer einer Verschwörung und befürchtet, dass er von den schwedischen Behörden and die USA übergeben würde. Wegen der Enthüllungen durch Wikileaks gilt Assange dort als eine Art Staatsfeind. Eine konkrete Anklage gegen ihn liegt jedoch nach Medienberichten nicht vor.

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