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Londoner Gerichtsentscheidung

Assange bitter über Auslieferungsbeschluss

Publicerat fredag 25 februari 2011 kl 13.15
Assange bitter über Auslieferungsbeschluss
(1:31 min)
Rechtsanwalt Claes Borgström im Gespräch mit Pressevertretern (Foto: Anders Wiklund/Scanpix)

Der Gründer der Internetplattform Wikileaks, Julian Assange, zeigte sich enttäuscht über den Londoner Gerichtsbeschluss, der eine Auslieferung nach Schweden ermöglicht. Selbstverständliche Befriedigung hingegen war aus Stockholm zu hören.

Nach der Verhandlung griff der 39-jährige Australier das europäische Rechtssystem als solches an: Die Auslieferung eines Menschen sei eine große Sache, gab er zu bedenken. Sie verdiene weit größeren Aufwand als das Ausfüllen eines Formulars.

„Jemanden aus Großbritannien, von seiner Muttersprache, seinen Anhängern und Verwandten wegzureißen und in ein fremdes Land zu befördern, dessen Sprache er nicht versteht, dessen Dokumente er nicht in seiner eigenen Sprache bekommt, in dem er das Rechtssystem und den Rechtsprozess nicht begreift, ist eine sehr ernste Sache.“

Bisher nur Verdacht

Assanges Anwälte kündigten Berufung gegen das Gerichtsurteil an, bis er nach Schweden kommt, können noch Monate vergehen.

Die schwedische Justiz verdächtigt Assange unter anderem der Vergewaltigung. Bisher hat sie aber keine Anklage gegen ihn erhoben. Assange soll im August 2010 mit zwei Frauen ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben, obwohl beide darauf bestanden, ein Kondom zu benutzen. Einer der Frauen soll er sich genähert haben, während sie schlief. Nach der schwedischen Gesetzgebung kann das als Vergewaltigung betrachtet werden.

Keine Überraschung 

Der schwedische Anwalt der beiden Frauen, Claes Borgström, hatte den Beschluss des Londoner Gerichts erwartet: „Das ist eine selbstverständliche Entscheidung“, sagte er im Schwedischen Fernsehen. „Die, die etwas von der Sache verstehen, wissen seit langem, dass eine andere Entscheidung nicht möglich war.“

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