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(Publicerat idag kl 05.16)
INTEGRATION

Es geht auch anders: In Nora klappt Integration

Publicerat måndag 28 februari 2011 kl 12.56
Testsieger in Sachen Integration
(4:20 min)
Für viele Einwanderer bleibt das Arbeitsamt jahrelang vergeblich Anlaufpunkt - in Nora klappt das besser (Foto: Tomas Oneborg/Scanpix)

Die Kommune Nora im mittelschwedischen Västmanland hat 2010 die Integration von Migranten landesweit am besten gemeistert. Dies stellt das Politikmagazin „Fokus“ in seinem diesjährigen entsprechenden Ranking fest. In Nora werden Neuankömmlinge demnach vergleichsweise rasch und unkompliziert ins Gemeinwesen einbezogen. Die Kommune befindet sich damit augenscheinlich im Gegensatz zu Schweden insgesamt, wo die bisherige Integrationspolitik mittlerweile als gescheitert gilt.

Die Gemeinde, die laut „Fokus“ die Fahne der Integrationspolitik hoch hält, zählt gerade mal 10.000 Einwohner. Nora ist überschaubar – und gerade das, betont Gemeinderatsvorsitzender Tom Rymoen, sei ein wichtiger Faktor, wenn es um die Einbindung von Migranten geht: „Bürokratische Angelegenheiten können schneller geregelt werden, die Akzeptanz für die Neuankömmlinge ist größer – das gilt für Repräsentanten der Wirtschaft wie auch in anderen Zusammenhängen. Man sieht die Einwanderung also nicht als Problem, wie anderswo in Schweden, wo Konkurrenz und Konflikte überwiegen. Für so etwas haben wir hier in Nora keinen Nährboden, weder in politischer Hinsicht noch anderweitig“, so Tom Rymoen, Mitglied der konservativen Moderaten.

Gemeinsamkeit statt Ghettobildung

In Nora herrschen also nahezu idyllische Verhältnisse – ganz im Gegensatz zu Städten wie Stockholm oder Malmö, die Hauptziele großer Immigrantenströme sind und inzwischen europaweit zu den am härtesten segregierten Großstädten zählen. Während Alteingesessene und Eingewanderte, Begüterte und Arme in Schwedens Hauptstadt aufs Säuberlichste getrennt voneinander wohnen und arbeiten, leistet man sich in Nora Gemeinsamkeit: Beinhart sorgt die Kommune dafür, die Immigranten nicht in „Ausländerghettos“ zu verfrachten, sondern auf unterschiedliche Wohngebiete zu verteilen. Freilich sind die Einwanderungszahlen in Nora auch in keiner Weise mit denen der Großstädte vergleichbar: noch nicht mal 50 Neuankömmlinge packen pro Jahr ihre Koffer in der kleinen Gemeinde aus. „Unsere Zielquote liegt bei 50 pro Jahr, im Schnitt blieben wir in den letzten Jahren aber bei rund 30“, sagt der Gemeinderatsvorsitzende. „Dies ist natürlich eine niedrige Zahl, aber die Ursache dafür ist, dass wir nur ein begrenztes Potenzial an Wohnungen haben. Daher haben die Einwanderungsbehörde und wir selbst nicht die physischen Voraussetzungen, um mehr Immigranten aufzunehmen, auch wenn wir dies gerne wollten.“

Jobsuche vielfach erfolgreich

Auch mit dieser Orientierung an den realen Gegebenheiten unterscheidet sich die Vorzeige-Integrationskommune markant von Stockholm, wo die starke Zuwanderung in den vergangenen Jahren zur weiteren Eskalation des Wohnungsmangels beigetragen hat. Die Tatsache, dass nach Nora nur wenige kommen, macht es laut Tom Rymoen auch möglich, schnell Schwedisch-Unterricht anzubieten. Oft können die Einwanderer schon nach wenigen Tagen mit dem Sprachenlernen beginnen. Die Kommune vermittelt darüber hinaus Sprachpraktika an verschiedensten Arbeitsplätzen.

Ein großes gesamtschwedisches Problem teilt Nora mit seinen hohen Arbeitslosenquoten vor allem unter jungen Menschen. Doch für Immigranten sieht es laut Tom Rymoen in der Kommune besser aus: Sie kommen vielfach rasch in Arbeit, weil in benachbarten Kommunen beziehungsweise in größeren Städten wie Örebro und Västerås Jobs angeboten werden. Auch hier hebt sich Nora stark vom Lande insgesamt ab: Vom Erlangen der Aufenthaltserlaubnis bis zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit vergehen in Schweden im Durchschnitt sieben Jahre. Die hohe Arbeitslosigkeit unter Migranten war einer der Hauptgründe dafür, dass Migrationsminister Tobas Billström im vergangenen Jahr Schwedens Integrationspolitik für „gescheitert“ erklärte.

Mehr Firmen – mehr Arbeit

Für Nora und seinen Arbeitsmarkt hofft der Gemeinderatsvorsitzende auf die Gründung weiterer Unternehmen – schon jetzt ist man demnach auf einem guten Weg: „Momentan passiert sehr viel, nicht nur die Bevölkerung in Nora wächst, sondern es sieht ganz danach aus, dass sich auch mehr und mehr Firmen hier etablieren“, so Tom Rymoen. „Es ist sehr wichtig, mit der Wirtschaft über Integrationsfragen zu sprechen. In naher Zukunft werden starke Jahrgänge in Rente gehen – dann werden Arbeitskräfte gebraucht. Wir haben gute Voraussetzungen dafür, den Firmen dann genau die Kompetenz anzubieten, die sie brauchen.“

Anne Rentzsch/SR International


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