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SPORT

Der Vasalauf ruft

Publicerat tisdag 1 mars 2011 kl 13.29
Gedränge beim Vasalauf

Am kommenden Sonntag fällt der Startschuss für den diesjährigen Vasalauf, den ältesten, größten und längsten Skilanglauf der Welt. 1922 wurde er zum ersten Mal ausgetragen. Alljährlich und bei jedem Wetter begeben sich die zähen Teilnehmer seither auf die insgesamt 90 Kilometer lange Strecke von Sälen nach Mora im mittelschwedischen Dalarna. In jüngster Zeit hat die traditionsreiche Veranstaltung auch eine Reihe von Modernisierungen erfahren.

Jeweils am ersten Sonntag im März geht der Vasalauf vom Stapel. Und inzwischen handelt es sich nicht mehr um ein einziges Sportereignis – der große Lauf wird umrankt von mehreren kleineren Läufen. Die Vasalauf-Woche dauert länger als sieben Tage, genau gesagt zehn, und umfasst neun verschiedene Läufe über verschiedene Distanzen. „Das Interesse stieg allmählich derart, dass beim Vasalauf nicht mehr genug Platz für alle Teilnehmer war – es wurde schlicht zu voll“, erklärt Vasalauf-Chef Jonas Bauer rückblickend die jetzige Ereignis-Vielfalt. „Daher entschied man, mehr Teilnehmern eine Chance zu geben. Zunächst wurde daraufhin die so genannte offene Loipe eröffnet, die Strecke war ebenfalls 90 Kilometer lang, aber hier ging es weniger um den Wettbewerb als darum, sich zu bewegen. Nach und nach zeigte sich dann, dass das Interesse immer größer wurde – so kam es zu den verschiedenen Läufen.“

Für jeden etwas

Populär ist nicht zuletzt „Tjejvasan“, der ausschließlich Frauen vorbehalten ist. Seit 1988 findet der Lauf über eine 30 Kilometer lange Strecke vor dem eigentlichen „Großereignis“ statt. In diesem Jahr wurde „Tjejvasan“ am vergangenen Samstag ausgetragen; am Sonntag sowie am Montag war dann Zeit für die 90 Kilometer lange „offene Loipe“ ohne Wettbewerbscharakter. Weitere Läufe à la Vasa unter anderem: der Jugend-Vasalauf, der Halbe Vasalauf und der Vasalauf für Kinder. Im Grunde, betont Jonas Bauer, steht eine Teilnahme fast allen Interessierten offen: „Zwar kann nicht jeder teilnehmen, aber trotzdem sind doch recht viele dazu in der Lage. Hier spreche ich jetzt von der langen 90-Kilometer-Distanz. Die kürzeren Strecken über 30 Kilometer schaffen erst recht viele. Und man bedenke: Ein großer Teil derer, die an unseren Läufen teilnehmen, sind nicht Skiläufer im eigentlichen Sinne – sie wollen ganz einfach den Vasalauf erleben. Im Grunde lässt sich also durchaus sagen: Ja, fast jeder kann es schaffen.“

Ein Muss: Blaubeersuppe

Am großen Lauf am kommenden Sonntag werden rund 15.800 Skiläufer teilnehmen, sowohl Männer als auch Frauen. Nimmt man die gesamte mehrtägige Veranstaltung, kommt man auf rund 58.000 Teilnehmer, davon zehn bis 15 Prozent Ausländer. Die stolze Teilnehmerzahl dürfte gute Absatzzahlen für ein Verpflegungsprodukt garantieren, das vom Vasalauf längst nicht mehr wegzudenken ist: die Blaubeer-Suppe. Seit 1958 wird die Köstlichkeit an den Kontrollpunkten der Strecke ausgegeben, und insgesamt, so Jonas Bauer, kommt man jeweils auf rund 55.000 Liter. „Warme Blaubeer-Suppe ist in all den Jahren serviert worden – sie gibt neue Kraft, neue Energie. In sämtlichen Fernsehsendungen kann man sehen: Alle trinken die Suppe. Außerdem ist beim Vasalauf der Begriff `Blaubeere` geprägt worden, für jemanden, der unerfahren, nicht so bewandert ist. Zunächst waren damit Teilnehmer gemeint, die nicht so tüchtige Skiläufer waren.“

König auf Skiern

Seinen Namen trägt der Vasalauf zu Ehren des späteren Schwedenkönigs Gustav Vasa. An dessen Flucht vor den Dänen im Jahr 1521 soll der Lauf erinnern. In der Chronik „Gustav Vasas Abenteuer in Dalarna“, die die Ereignisse zwischen 1520 und 1521 beschreibt, heißt es, Gustav Vasa sei damals aus dänischer Gefangenschaft nach Schweden geflohen und habe versucht, Widerstand gegen Dänemarks König Kristian II. anzuzetteln, der Schweden erobert hatte. Gustav Vasa habe sich im Zuge dieser Bemühungen nach Dalarna begeben; und dort soll er unter anderem eben zwischen Sälen und Mora Ski gefahren sein. Ob es sich hierbei um Dichtung oder Wahrheit handelt, ist allerdings schwer auszumachen. Und in jüngster Zeit sind einige Fakten ans Licht gekommen, die daran zweifeln lassen, dass der Schwedenkönig überhaupt wusste, was mit einem Paar Skier anzufangen sei. „Dass er sich von Mora nach Sälen bewegte, davon ist man überzeugt“, sagt Vasalauf-Chef Jonas Bauer. „Aber welchen Weg er nun genau gewählt hat, welchen Teil der Strecke er auf Skiern zurücklegte oder ob er sich möglicherweise von einem Schlitten mitnehmen ließ, das ist weiterhin unklar.“ Selbst die Frage, ob Seine Majestät einst tatsächlich beherzt in die Loipe gingen oder nicht, sei für das Image des Vasalaufs heute nicht mehr so wichtig, findet Jonas Bauer. Aber Mythen pflegen haltbar zu sein. Insofern dürfte auch der sportliche Ruhm des Schwedenkönigs nicht so rasch verblassen.

Anne Rentzsch/SR International

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