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SOZIALPOLITIK

Alarmierende Zustände in Kinderheimen

Publicerat fredag 4 mars 2011 kl 13.46
Für Streit gibt´s Punktabzug (Foto: Claudio Bresciani/Scanpix)

In schwedischen Kinder- und Jugendheimen herrschen nicht selten inakzeptable Zustände. Dies geht aus dem Bericht hervor, den der Kinderombudsman am Freitag an die Regierung übergeben hat und in dem betroffene Heranwachsende selbst zu Wort kommen. Im Schwedischen Rundfunk forderte Kinderombudsman Fredrik Malmberg eine Stärkung der Rechtslage für die Kinder.

Die Situation in so genannten HVB (Hem för vård och boende)-Heimen für Kinder und Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen nicht in ihrer Familie leben können, war in den vergangenen Jahren mehrfach stark in die Kritik geraten. Für den nun vorliegenden Rapport waren insgesamt 100 Kinder zu ihren Erfahrungen befragt worden. Sie berichten unter anderem von systematischen Verletzungen ihrer Integrität und von Kollektivstrafen. Zu den häufig verhängten Strafen gehören nach Angaben der Kinder und Jugendlichen Verbote, die Eltern zu besuchen, sowie generelle Telefon- und Ausgangsverbote. Viele HVB-Heime arbeiten mit einem Punktesystem, wobei sich die Kinder zum Beispiel ihr Taschengeld verdienen müssen. Wenn offizieller Besuch komme, werde oft eine glänzende Fassade gezeigt, bemängelten mehrere der Befragten. Die Wirklichkeit stehe dazu im krassen Gegensatz. Wenn die entsandten Vertreter des Amtes für Gesundheit und Sozialwesen bei ihren Besuchen mit den Heimkindern sprechen, sind außerdem oft Angestellte zugegen.

„Das Regelwerk ist sehr verschwommen“, kritisierte Kinderombudsman Fredrik Malmberg. Die Gesetzeslage müsse klarer formuliert werden. „Es muss klar sein, welche Behandlungsmethoden man anwenden darf und welche nicht.“ Zudem müsse deutlich gemacht werden, welche Rechte die Kinder und Jugendlichen hätten: „Sie müssen ihre Rechte kennen. Wenn wir mit ihnen sprechen, wissen sie vielfach gar nicht, warum sie in ein Heim eingewiesen worden sind, wie man sich ihnen gegenüber verhalten muss und wohin sie sich wenden können, wenn etwas schief läuft.“

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