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SPRACHE/INTEGRATION

Streit um Sprache im Pausenraum: Busunternehmen rudert zurück

Publicerat tisdag 8 mars 2011 kl 16.36
"Ein einziges Durcheinander"
(1:59 min)
Im Blickpunkt im Sprachenstreit: Jönköping ( hier: Östra Hamnen; Foto Jessica Sonelius/Sveriges Radio)

Wer in der Frühstückspause eine andere Sprache als schwedisch spricht, fliegt raus – mit dieser klaren Ansage an die Adresse der Mitarbeiter hat ein Busunternehmen in Jönköping für Wirbel gesorgt. Kurz nachdem sich der Schwedische Rundfunk des Themas angenommen hatte, ruderte die Firma am Dienstag aber zurück.

In der Sorge um die Pflege des schwedischen Sprachguts ist die Filiale in Jönköping offensichtlich zu weit vorgeprescht. So am Nachmittag der Bescheid aus der Zentrale von Keolis, dem Unternehmen, das ab dem Sommer den Busverkehr in Jönköping übernehmen soll und ausländische Mitarbeiter schon entsprechend eingestimmt hatte. „In unserem Unternehmen verwenden wir solche Dokumente nicht, es gibt keine derartige zentrale Policy“, versichert Kommunikations-Direktorin Helena Reinhagen. „Selbstverständlich kann man die Sprache sprechen, die sich in der jeweiligen Situation am besten eignet.“

Dabei hatten es die Chefs in Jönköping doch nur gut gemeint: Die Regelung, wonach sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz, also im Bus, sowie in der Kantine künftig nur noch auf Schwedisch zu verlautbaren hätten, sei keineswegs diskriminierend, ließ Leiter Mats Freding im Schwedischen Rundfunk wissen. „Damit alle an der Gemeinschaft am Arbeitsplatz teilhaben können, müssen alle einander verstehen. Wenn man die Ordnungsregeln nicht befolgt, kann man in letzter Konsequenz gefeuert werden.“ Noch vor dem Sommer werde Keolis als neuer Arbeitgeber daher allen Busfahrern ein Schreiben zukommen lassen, das sie mit ihrer Unterschrift zu bestätigen hätten. Einer der Punkte dabei: der flächendeckende Kontakt auf Schwedisch. Doch von diesem Punkt wird man nun also Abstand nehmen müssen – schade eigentlich, hatte ihm in seltener Einigkeit mit der Arbeitgeberseite doch sogar die Gewerkschaft zugestimmt. „Es kann zu einer Kakophonie werden, wenn sich vier, fünf Sprachen vermischen“, so Gewerkschafts-Vorsitzender Thor Tärnbring. „Da bekommt niemand seine Ruhe, alles wird ein einziges Durcheinander.“ Keine Frage: Jönköpings Busfahrer sehen anstrengenden Zeiten entgegen.

Anne Rentzsch/SR

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