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Profifußballer bekennt sich homosexuell

Publicerat torsdag 10 mars 2011 kl 09.50

„Ich bin Fußballer, und ich bin schwul." Mit diesem Bekenntnis im Fußball-Magazin Offside hat Anton Hysén einen mutigen Schritt getan - als erster schwedischer Profifußballer hat er offen eingestanden, homosexuell zu sein. Schwedens Fußballwelt reagierte auf den Vorstoß positiv. Magnus Erlingmark von der Interessenorganisation der Spieler, Spelarföreningen, zollt Anton Hysén Respekt: „Mich freut es sehr, dass er sich geoutet hat. Ich hoffe, daraufhin werden auch andere sich trauen, ihre Homosexualität öffentlich zu machen und dazu zu stehen."

Der Mann, über den an diesem Donnerstag nicht nur die schwedische Fußballwelt spricht, trägt einen landesweit wohl bekannten Namen: Sein Vater ist der ehemalige Nationalspieler und jetzige Kommentator Glenn Hysén. Anton Hysén, der bei der Zweitligamannschaft Utsikten spielt, ist gerade mal zwanzig Jahre alt - umso mutiger sei sein Schritt, findet Anders Öhrman, Chefredakteur der Gay-Zeitung QX: „Ich finde, das ist wirklich sehr beachtlich. Immerhin ist er der erste männliche schwedische Fußballer auf höherer Ebene, der sich outet - und das am Anfang seiner Karriere. Die meisten, die sich outen, tun das, wen sie die Fußballschuhe an den Nagel gehängt haben. Er steht am Anfang seiner Laufbahn und das macht es noch viel schwerer - also, Respekt, Anton!".

„Endlich"

Viele Homosexuelle teilten seine Freude, so Anders Öhrmann. Im sozialen Netzwerk Facebook sei das rasch offenbar gewesen - nur ein paar Stunden nach Veröffentlichung des Artikels hätten schon mehr als 1000 Personen ihre Sympathien kundgetan: „Aus den Kommentaren geht hervor, dass alle finden: Das ist eine große Sache, darauf haben wir seit langem gewartet - dass es endlich einen Sportler und speziell einen Fußballer gibt, der sich outet."

Bei den Damen ist man da schon weiter: Einige von Schwedens Fußballerinnen sind offen homosexuell. Warum hat es so lange gedauert, bis ein Herr der Schöpfung das Blatt vom Mund nimmt? Schwer zu sagen, findet Magnus Erlingmark von der Spieler-Interessenorganisation: „Bei den Frauen sind ja viele schon seit langem mit der Sache sehr offen umgegangen - insofern war es dort sicher einfacher, die Traditionen sind andere. Fußball in seiner Gesamtheit ist hingegen traditionell ziemlich konservativ; wenn bisher kein Mann den Schritt in die Öffentlichkeit getan hat, wird es natürlich entsprechend schwierig."

„Anton ist cool"

Viele Homosexuelle hoffen nun, dass Anton Hyséns Beispiel Schule macht. Doch zunächst einmal, meint Anders Öhrman vom Magazin QX, werde sich Anton selbst auf teils ungemütliche Zeiten einstellen müssen: „Er rechnet sicher damit, dass es ganz schön schwer werden kann. Aber er stellt sich darauf ein. Ich denke, das wird ihn nur noch mehr anspornen, und ich hoffe wirklich, dass er es schafft. Wie wir wissen, kann das Fußball-Publikum ziemlich hart sein, aber solange er die Mannschaftskameraden und seine Familie auf seiner Seite hat, glaube und hoffe ich, dass es klappt. Er scheint ein ziemlich cooler Typ zu sein."

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