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Filmpool Nord

Kommunales Unternehmen dreht vorort

Publicerat onsdag 15 mars 2006 kl 11.39

Frostbiten, der erste Vampirfilm aus Nordschweden ist in den Kinos angelaufen. Er ist eine von vielen erfolgreichen Filmproduktionen, die die Region Norrbotten in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Dennoch ist Film aus dem hohen Norden vom Rotstift bedroht. Auch wenn die Beihilfen der EU spärlicher fließen, noch wird fleißig gedreht.

Der Drehort liegt in der Provinz Norrbotten. Der Spielfilm, der hier entsteht, behandelt die Gegensätze und Gegensätzlichkeiten zwischen Schweden und Einwanderern. Also kein typisch nordschwedisches Thema.

In den Hauptrollen Kinder aus Luleå. Der zehnjährige Kasem Aremi erzählt mit nordschwedischer Zurückhaltung begeistert von seiner Rolle: „Wir sollen spielen und eine Schneeballschlacht veranstalten. Und das woll'n sie dann filmen. Aber wir sind keine Feinde im Film. Wir spielen Freunde."

Statisten aus strukturschwachem Gebiet

Dieser Streifen ist nur einer von vielen, die gerade im winterkalten  Luleå gedreht werden. Immer mehr Menschen im strukturschwachen Nordschweden wirken als Statisten bei Filmarbeiten mit. Die kleine Ellen Kero hat sogar eine Hauptrolle bekommen. „Die haben an unsere Schule geschrieben, und da hab ich mich gemeldet. Und dann bin ich ein paar Mal hingegangen. Und dann fanden sie, dass ich ganz toll bin. Und dann hab ich die Rolle gekriegt."

EU-Finanzspritzen

Publikumserfolge wie „Populärmusik aus Vittula" und auch der Spielfilm „Wie im Himmel" sind in Nordschweden mit EU-Unterstützung gedreht worden. Nach dererlei romantischer Filmgemütlichkeit macht die Produktion jetzt einen Schwenk auf das Gruselgenre: Jetzt wurde der erste nordschwedische Vampirfilm abgedreht.

Per-Erik Svensson, Geschäftsführer von Filmpool Nord, bemüht sich, dem Norden Schwedens ein ähnliches Image zu verleihen wie Roman Polanski seinerzeit Transsylvanien: „Natürlich gibt's hier Vampire. Nachts sind die immer wach. Besonders bei Vollmond", versichert er schmunzelnd.

In kommunalem Besitz

Filmpool Nord heißt das Unternehmen, das die nordschwedischen Filmträume verwirklicht. Die Firma hat ihren Sitz in Luleå und ist Eigentum der regionalen Gemeinden. Sie soll die Filmproduktion fördern und profilieren. Das ist auch gelungen. Großenteils durch die Unterstützung mit EU-Mitteln. In zehn Jahren hat Filmpool Nord rund fünf Millionen Euro bekommen. In der Verlängerung ist für dieses strukturschwache Randgebiet der EU natürlich auch an Arbeitsplätze gedacht und daran, die Region bekannter und attraktiver zu machen. Rund 2,8 Millionen Euro setzt Filmpool Nord mit acht Mitarbeitern pro Jahr um.

„Die EU-Förderung bedeutet sehr viel", versichert Geschäftsführer Svensson. „Mit ihrer Hilfe konnten wir die Dinge schneller und energischer angehen, als wenn wir keine Zuschüsse bekommen hätten."

Im großen Filmpool-Studio werden gerade die Kulissen für die 12-teilige Krimiserie Höök zusammengezimmert. Die Koproduktion mit dem Schwedischen Fernsehen soll im Oktober anlaufen.

Nordschwedische Natur wird vermarktet

Aber Studioproduktionen in allen Ehren…für ihr nächstes Projekt hat Film Pool Norden den Fokus auf die Natur des Nordens und auf Außenaufnahmen eingestellt.

Stina Almkvist ist Studiochefin von Filmpool Nord: „Mit dem neuen Projekt wollen wir unsere wunderbare natürliche Umgebung international vermarkten. Wir wenden uns an Werbefilmer, Fotografen von Stillbildern, Automobilwerbung usw. Aber natürlich denken wir auch an internationale Spielfilmproduktionen."

Das Konzept von Filmpool Nord hat in vielen Teilen Schwedens Nachahmung gefunden. Aber auch die Mittel der EU fließen nicht ewig, und die Subventionen fallen in diesem Jahr wesentlich spärlicher aus. So viel EU-Unterstützung wie jetzt bekommt die nordschwedische Filmproduktion vermutlich nie wieder. Da Filmpool Nord wohl kaum auf eigenen Beinen stehen kann, müssen die Gemeinden, die Besitzer des Unternehmens, aus anderen Töpfen zuschießen.

Karl Petersen, Kommunalrat in Luleå, hat keine Illusionen über die Finanzierung: „Wir schaffen das. Wir müssen uns über das, was wir bekommen haben, freuen, aber die Zeit ist vorbei. Ab jetzt müssen wir selbst ran und mehr Verantwortung übernehmen."

Sybille Neveling

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