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BILDUNG

Zweifel an PISA-Kriterien

Publicerat tisdag 12 april 2011 kl 10.25
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Die Leistungen schwedischer Schüler zumal in den Grundfächern Schwedisch und Mathematik gehen kontinuierlich zurück. Dies haben in den vergangenen Jahren die so genannten PISA-Studien zum internationalen Leistungsvergleich zwischen Schülern erbracht. Doch nun wird Kritik gegen die Art und Weise der Auswertung der PISA-Tests laut. Sind schwedische Schüler möglicherweise doch besser als ihr Ruf?

Während man im Ausland das schwedische Bildungswesen noch immer mit Wohlwollen betrachtet, ist in Schweden selbst der Begriff Schule seit Jahren vorwiegend negativ besetzt. Schule - damit verbindet man hier: schlecht oder gar nicht ausgebildete Lehrer, Tohuwabohu statt Arbeitsruhe und Absolventen mit lückenhaften Kenntnissen. Die PISA-Studien, die alle drei Jahre die Leistungen von 15-Jährigen aus rund fünfzig Ländern vergleichen, scheinen dieses Bild noch zu untermauern. So landete Schweden in der jüngsten PISA-Studie beispielsweise in der Disziplin Leseverständnis gar hinter Deutschland.

Platzierung nach Zufallsprinzip

Doch das hat möglicherweise gar nicht viel zu sagen – behauptet jetzt jedenfalls Svend Kreiner, Professor für Statistik an der Universität Kopenhagen. „Der Schlussatz, den man aus meinen Analysen ziehen kann, lautet: Wie die Rangordnung zwischen den Ländern wirklich aussieht, ist ungewiss. Dänemark könnte auf der PISA-Liste überall landen“, so der Professor im Schwedischen Rundfunk. Er hatte die PISA-Kriterien seit langem kritisch beäugt und sich schließlich sämtliche Tests zum Leseverständnis aus dem Jahr 2006 selbst noch einmal zur Auswertung vorgenommen. Nach dem Durchgang aller 380.000 Arbeiten war er endgültig sicher: Die Platzierung bei PISA sagt nicht wirklich etwas über die faktische Leistung der Schüler des betreffenden Landes aus.

In der PISA-Studie 2006 liegt Schweden auf dem elften und Dänemark auf dem neunten Platz. Als Kreiner jedoch die PISA-internen Auswertungsmethoden testete, erhielt er für nahezu alle Länder entsprechend der ausgewerteten Fragen höchst verschiedene Ergebnisse: „Für Dänemark konnte ich im besten Fall Rang drei feststellen, im schlechtesten Fall landeten die dänischen Schüler auf Rang 34. Bei Schweden schwankte es zwischen dem vierten und dem 31. Platz, je nachdem, welche Fragen ich analysierte“, so Kreiner. Seine Untersuchungen haben in Dänemark Diskussionen darüber ausgelöst, wie man sich künftig gegenüber PISA verhalten soll.

Hausaufgaben bleiben für Schweden

In Schweden zeigt sich Anita Wester, bei der Schulbehörde verantwortlich für PISA, bekümmert über mögliche Folgen für den Fall, dass die PISA-Ergebnisse eben nicht wirkliche Leistung widerspiegeln. „Sollte sich herausstellen, dass PISA nicht zuverlässig ist, müssen wir vieles hinterfragen und nachprüfen – das gilt für alle Länder, nicht nur für Schweden. Wenn es so breit gefächerte Möglichkeiten der Auswertung gibt, ist das Ganze nicht glaubwürdig“, so Anita Wester. Doch unabhängig davon, ob man bei PISA nun richtig rechnen kann oder nicht: Zum selbstzufriedenen Zurücklehnen besteht für Schwedens Schulpolitiker kein Anlass. Ihnen bleiben noch genug hausaufgaben: So hat jeder zweite Grundschullehrer in Schweden keine adäquate Ausbildung, und alljährlich verlässt ein Viertel aller Schüler die an die neunjährige Grundschule anschließende dreijährige Gymnasialschule ohne Abschluss - und somit ohne nennenswerte Chance auf dem Arbeitsmarkt. So sieht denn auch die OECD die schlechte Schulbildung als eine Unrsache der überdurchschnittlich hohen schwedischen Jugendarbeitslosigkeit.

Anne Rentzsch

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