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50 Jahre Hebung der Wasa

Das Abenteuer Wasa

Publicerat söndag 24 april 2011 kl 00.01
50 Jahre Hebung der Wasa
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Vielbesucht: das Museumsschiff Wasa (Foto: Claudio Bresciani / Scanpix)
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Die Bergung der Wasa war ein wissenschaftliches Abenteuer (Foto: SCANPIX)

Vor 50 Jahren wurde die Wasa, das Flaggschiff der schwedischen Marine geborgen. Heute ist sie einer der meistbesichtigten Fehlkonstruktionen der Welt. Mit 1,1 Millionen Besuchern pro Jahr ist sie Schwedens größte Touristenattraktion. 333 Jahre hatte die Wasa in den Stockholmer Gewässern gelegen. Bei ihrer Hebung am 24. April 1961, befand sie sich in einem erbärmlichen Zustand. Dennoch war die Bergung ein großes Ereignis.

Tausende Zuschauer hatten sich an den Ufern versammelt, um den historischen Augenblick persönlich mitzuerleben. Das Schwedische Fernsehen und der Rundfunk sendeten live:

„Klarzeichen dort hinten, Klarzeichen hier. Jetzt die Signale und die Zeichen, jetzt ist der große Augenblick gekommen. Da taucht sie auf! Ein kleines schwarzes… braunes… oder graues…Teil auf. Vielleicht ist es ein bisschen pathetisch. Aber es gehört zu diesem stolzen Flaggschiff. Jetzt wird sie also ans Licht gezogen, die Wasa. Zum ersten Mal seit 333 Jahren.“

Kentert bei Sommerwetter

Am Sonntag den 10. August 1628 hatte das eben fertig gestellte Kriegsschiff Wasa den Hafen bei schönem Sommerwetter verlassen – ungefähr dort, wo heute Slussen liegt, auf der Insel Södermalm. Nach rund 1 300 Metern Jungfernfahrt und ein paar Böen ging der Stolz der schwedischen Schiffsbaukunst schmählich unter. An Bord befanden sich 150 Seeleute, einige hatten ihre Angehörigen dabei, die das Schiff später in Vaxholm verlassen sollten. 30 Menschen ertranken.

Die Wasa hätte das Flaggschiff der schwedischen Kriegsflotte von Gustav II. Adolf werden sollen. Mit ihrer Hilfe wollte der Monarch sich den Sieg im Dreißigjährigen Krieg sichern. Der Untergang des schwer bestückten und reichlich verzierten Wasa war ein Fiasko. Aber die moderne Meeresarchäologie hat den Fehlschlag von damals in eine Erfolgsstory verwandelt. Die Direktorin des Wasamuseums, Marika Hedin, erläutert die Bedeutung der Wasa: „Sie ist eines der wenigen bewahrten Schiffe aus dem 17. Jahrhundert, das man heben konnte. Sie ist das größte und schönste aller geborgenen Wracks, finde ich.“

Die Zeit scheint stehen geblieben

Das Schiff ist nicht nur ein Zeitzeuge für sich selbst. Die anderen Funde, Überreste von Menschen und ihre persönlichen Gegenstände bieten uns zudem Einblick in das Leben in Schweden um 1620. Unter anderem wissen wir, wie die Besatzung gekleidet war.

Katarina Villner arbeitet seit 40 Jahren mit der Wasa, die Einblicke in das Leben von damals begeistern sie noch immer: „Die Funde auf dem Schiff zeigen, dass man damals keine Kleidung zum Wechseln hatte. Die Menschen an Bord wussten, dass sie lange auf See sein würden. Sie liefen früh im Frühling aus und kamen spät im Herbst zurück. Ohne auch nur das Hemd wechseln zu können! Solche Beobachtungen über die Lebensverhältnisse finde ich faszinierend!“

Ausstellung zur Bergung

Zurzeit stellt das Wasamuseum die Bergung des Schiffes in den Mittelpunkt. Das Projekt war in den 60er Jahren ein echtes Abenteuer für Männer.

„Wir nennen die Ausstellung ,Das Abenteuer Wasa’. Weil wir finden, dass die Bilder von der Bergung zeigen, dass es sich um ein echtes Männerabenteuer handelte. Ohne diese Risikokomponente wäre die Bergung wohl kaum zustande gekommen. Es war ja ein unsicheres Projekt, dem so mancher entgegenarbeitete. Enthusiasmus, Spannung und Spaß an der Sache, trugen dazu bei, dass die Wasa überhaupt geborgen wurde. Das möchte ich mit dieser Ausstellung zeigen“, sagt Museumsdirektorin Marika Hedin.

Unglückliche Umstände

Das Museumsschiff soll noch mindestens 1 000 Jahre erhalten werden, es wird ständig weiter erforscht. Dabei beschäftigt die Experten auch, warum die Wasa damals sank.

„Sie ist durch eine Verkettung unglücklicher Umstände gesunken: Erstens war sie instabil gebaut. Zweitens war die Ladung, die sie stabilisieren sollte, noch nicht an Bord. Drittens beurteilte der Kapitän die Lage falsch: Er ließ alle Kanonenluken offen. Aber das Wasser drang natürlich durch  die unterste Reihe ein, als das Schiff kenterte, sie hätte geschlossen sein müssen.“

Jahrhunderte lang lag das Wrack in 32 Metern Tiefe im Wasser, bevor es unter der Leitung des Amateurforschers Anders Franzén gehoben wurde. Zunächst wurde es in einem Leichtmetallbau untergebracht. Seit 1990 wird die Wasa in der 34 Meter langen Halle des neuen Wasa-Museums auf der Stockholmer Insel Djurgården ausgestellt und erforscht.

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