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Autobauer

Saab-Konkurs abgewendet?

Publicerat torsdag 28 april 2011 kl 16.05
Wladimir Antonow und Bo Lundgren

Der drohende Konkurs des schwedischen Automobilherstellers Saab scheint vorerst abgewendet. Der Direktor der Reichsschuldenverwaltung, Bo Lundgren, teilte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Stockholm mit, nach eingehender Prüfung habe seine Behörde entschieden, den  russischen Investor Wladimir Antonow als Teileigner von Spyker Cars und damit Saab zu akzeptieren. Deshalb sei Antonows Ersuchen genehmigt worden, sich mit 30 Millionen Euro bei Spyker einzukaufen und damit einen Stimmenanteil von 29,9 Prozent zu erwerben.

In diesem Zusammenhang betonte Lundgren:

„Ich vermute, dass noch weitere Gelder benötigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit verschiedener Joint Ventures mit anderen Unternehmen, aber das müssen sich Saab und Spyker und nicht zuletzt Antonow schon selbst näher ansehen. Meine Schätzung ist dennoch, dass, wenn dies alles ein glückliches Ende haben soll, die Weiterentwicklung einiger Gedanken und Ideen erforderlich sein wird."

Nach Bekanntgabe des Beschlusses der Reichsschuldenverwaltung teilte die Europäische Investitionsbank EIB in Luxemburg mit, das eigene Prüfverfahren sei noch nicht abgeschlossen. Aus Detroit verlautete, General Motors habe Zustimmung zum Einstieg Antonows bei Spyker und damit bei Saab signalisiert. Eine offizielle Stellungnahme des amerikanischen Konzerns lag zunächst nicht vor. Das Einverständnis von EIB und GM ist Voraussetzung für die Abwendung des drohenden Saab-Konkurses.

Unterdessen gab es am Donnerstag erste Entlassungsbescheide bei einer der Zulieferfirmen von Saab. Wegen des fast einmonatigen Produktionsstopps und weiterhin offener Rechnungen erhielten 200 Mitarbeiter des Unternehmens IAC die Kündigung.

Ein möglicher Konkurs von Saab würde nach Ansicht von Finanzfachleuten die schwedische Wirtschaft nicht nachhaltig schädigen. In einer von der Tageszeitung Dagens Nyheter veröffentlichten Analyse der Nordea-Bank heißt es, bei einem Zusammenbruch des Unternehmens würden rund 8.200 Arbeitsplätze verloren gehen, nämlich 3.300 bei SAAB selbst und 4.900 bei Zulieferbetrieben. Durch den Wegfall dieser Arbeitsplätze würde sich der Analyse zufolge die schwedische Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte erhöhen. Nach Ansicht der Analysten würde sich ein Saab-Konkurs wegen des bestehenden Bedarfs an Arbeitskräften nur vorübergehend negativ auswirken.

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