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Schweden bleibt bei Atomkraft

Oskarshamn lechzt nach mehr Leistung

Publicerat tisdag 3 maj 2011 kl 10.51
Oskarshamn dreht auf
(2:19 min)
Der dritte Reaktor in Oskarshamns ist bald der größte seiner Art (Foto: OKG).

Während zahlreiche Länder nach der Katastrophe in Japan die Zukunft der Kernkraft in Frage stellen, baut Schweden seine Reaktoren weiter aus. So melden die Betreiber des AKW im südschwedischen Oskarshamn stolz, dass der dritte Siedewasserreaktor dort bald der größte seiner Art auf der Welt sein wird.

Vor einem  Jahr entschied die Regierung, dass die zehn noch im Betrieb befindlichen schwedischen Reaktoren weiter ausgebaut und modernisiert werden können. Das, obwohl eine Volksabstimmung 1980 für den schrittweisen Ausstieg aus der Kernkraft entschieden hat und vor gut zehn Jahren auch die ersten Reaktoren vom Netz gegangen waren. Der Klimawandel, verbunden mit dem Energiehunger der westlichen Welt, hat die bürgerliche Regierung umdenken lassen. Jetzt verkündet Annika Karlsson als Sprecherin des Kernkraftwerkes Oskarshamn: „Wir werden bald den größten Siedewasserreaktor haben und 1450 Megawatt produzieren.“

In den vergangenen Monaten und Jahren war es immer wieder zu Mängeln und Störfällen in schwedischen Kernkraftwerken gekommen, mit der Folge, dass weniger Atomstrom produziert werden konnte. Der Reaktor in Oskarshamn hat jedoch die Leistung seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1985 um beinahe die Hälfte gesteigert. Als nächstes soll der dritte Reaktor in Forsmark erneuert werden.

Ingenieure wollen neue Reaktoren

Doch einige Ingenieure, wie etwa Lars-Olov Höglund, der früher bei Vattenfall im Kernkraftbereich gearbeitet hat, stehen der Maßnahme skeptisch gegenüber:„Die Reaktoren so umzubauen, dass sie dieses Niveau erreichen, ist wenig sinnvoll. Am besten wäre es, sie abzureißen und neue zu bauen.“

Diesen Schritt hat man wohl von Regierungsseite nicht gewagt, weil dann der Ausbau der Kernkraft allzu offensichtlich geworden wäre. Auch die Strahlenschutzbehörde räumt ein, dass ein Neubau wesentlich sicherer sei, doch die Betreiber hätten beteuert, dass alle Standards bei den Umbauten eingehalten würden, so der Chef der Abteilung für Reaktorsicherheit bei der Strahlenschutzbehörde, Lennart Carlsson: „Wenn man mehr Leistung aus dem Reaktor gewinnen will, muss man ausreichend Kühlkapazität zur Verfügung haben. So lange die Betreiber diese Anforderungen einhalten, können wir unsere Genehmigung nicht zurückziehen.“

Die Kernkraft wird deshalb auch in den übrigen Reaktoren weiter ausgebaut. In Oskarshamn wird der Reaktor nach einem Probelauf abgeschaltet, um dann bei einer Revision die Anlage kritisch durchzuchecken.

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