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Neues Gemeinschaftsprojekt

Crossroads hilft arbeitsuchenden Ausländern

Publicerat torsdag 5 maj 2011 kl 11.07
Crossroads hilft arbeitsuchenden Ausländern
(3:16 min)

Immer mehr Migranten kommen aus der EU oder aus Drittländern nach Schweden um Arbeit zu suchen. Viele haben weder Kontakte zu Arbeitgebern oder eine Unterkunft.

Wohnungslose Arbeitsuchende aus dem Ausland werden in Schweden jetzt besser unterstützt. Allein zur Sozialabteilung der Stockholmer Stadtmission kommen jeden Tag rund 80 Arbeitskraftmigranten, die etwas zu essen und eine Übernachtungsmöglichkeit benötigen. Deshalb betreiben gemeinnützige Einrichtungen jetzt zusammen mit der Stadt und dem Arbeitsamt das Projekt Crossroads.

Saliu aus Ghana lebt seit zehn Jahren in Spanien. Vor ein paar Wochen ist er nach Stockholm gekommen, um eine Stelle als Bauarbeiter zu suchen – ohne Arbeitsvertrag oder feste Bleibe. „Ich habe auf der Straße übernachtet“, sagt er zum Schwedischen Rundfunk. „In Spanien brauchte ich das nicht!“

Wie Saliu reisen immer mehr Menschen aus anderen EU-Ländern oder aus Drittländern ein, um hier Arbeit zu finden. Die meisten haben keine Kontakte zu Arbeitgebern und liegen in mehreren schwedischen Städten nachts buchstäblich auf der Straße.

Traumland Schweden

Das Projekt Crossroad, finanziert mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und einiger gemeinnütziger schwedischer Organisationen, soll ihnen helfen. Arto Moksunen, Chef der Stockholmer Stadtmission, weiß, dass viele, die nach Schweden kommen, hoffen, hier bald Arbeit zu finden. Diese Träume zerbrechen allerdings sehr schnell: „Unsere Klienten finden enorm schwer Arbeit. Wenn sie kommen, haben die meisten zunächst eine Traumvorstellung von Schweden. Manche sind mit leeren Versprechungen von Arbeit und Wohnung verlockt worden, die ziemlich teuere Busfahrkarte zu kaufen. Aber wenn sie hier ankommen, kriegen sie nichts. Die meisten dürfen nur vorübergehend irgendwo auf einem Sofa übernachten.“

Unkenntnis der Arbeitgeber

Die meisten Arbeitsuchenden sind zwischen 20 und 50 Jahren alt. Viele kommen aus Rumänien und Polen. Aber es reisen auch immer mehr kleine Gruppen von Nord- und Zentralafrikanern ein, die in einem anderen EU-Land gewohnt und gearbeitet haben. Diese Staatsbürger von Drittländern haben meist Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen aus Krisenländern wie Spanien oder Italien. Viele schwedische Arbeitgeber aber können diese legalen Papiere, die für die ganze Europäische Union gelten, nicht lesen und interpretieren.

Paola Moscatelli vom Stockholmer Arbeitsamt ist empört, dass die EU-Regeln teilweise unbekannt sind, während gleichzeitig einige Branchen, zum Beispiel die Bauwirtschaft, dringend Arbeitskräfte sucht. „Interessant ist meiner Ansicht nach, dass diese Menschen gebraucht werden. Hier kommen Arbeitsuchende mit Erfahrungen aus der Baubranche an. Sie werden dringend gesucht. Es ist wirklich bedauerlich, dass sie statt dessen arbeits- und wohnungslos im Aus landen. Unsere Arbeitsvermittlung soll als erste Anlaufstelle die richtigen Kontakte und Informationen verschaffen.“

Zu spät

Crossroads hat eine Kapazität von ungefähr 100 Besuchern pro Tag. Fünf  angestellte EU-Berater kümmern sich um sie. Ein Abteilungschef und viele Freiwillige stehen den Klienten außerdem mit Kursen und Rechtsberatung bei oder dolmetschen. Der Bedarf an Unterstützung steigt, versichert Arto Moksunen.

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