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Zweiter Weltkrieg

Dokumentation über Kriegsgräber in Schweden

Publicerat fredag 6 maj 2011 kl 10.46
"Ich wollte herausfinden, wer sie waren"
(3:12 min)
archivfoto
Amerikanischer Weltkriegsbomber B 24

Schweden war zwar im Zweiten Weltkrieg neutral, doch auch hier gibt es Kriegsgräber, und alle haben eine eigene Geschichte.

Obwohl sich an diesem Sonntag das Kriegsende in Europa schon zum 66. Mal jährt, gibt es auch heute noch immer neue Erkenntnisse über Einzelschicksale dieser dunkelsten Epoche des vorigen Jahrhunderts. Die Malmöer Archivarin Anette Sarnäs ist dabei, eine Dokumentation ihrer jahrelangen Recherchen zu einem besonderen Thema zusammenzustellen. Gegenüber Radio Schweden nennt sie Einzelheiten:

 „Ich arbeite an einem Buch über das Schicksal von Fliegern, die im Zweiten Weltkrieg gefallen sind und in Schweden begraben wurden. Das waren meistens Flieger der Alliierten, aber es gibt auch Gräber von Deutschen.“ 

Kriegsliteratur ist in Schweden, das zuletzt vor mehr als 200 Jahren in einen kriegerischen Konflikt verwickelt war, eher eine Seltenheit. Deshalb die Frage an Anette Sarnäs, wie sie zu diesem Projekt kam:

„Ich habe mich schon immer für den Luftkrieg interessiert, und als ich hörte, dass Flieger in Malmö bestattet sind, habe ich die Gräber besucht. Und ich beschloss herauszufinden, wer sie waren und was mit ihnen geschehen war. Damals war es allerdings fraglich, was ich so lange nach dem Krieg noch erfahren konnte.“

Ihre Nachforschungen konzentrierten sich allmählich auf zehn gefallene Besatzungsmitglieder alliierter Bombenflugzeuge, die im schwedischen Luftraum von deutschen Jägern abgeschossen wurden. In manchen Fällen waren die Leichen von Fliegern, die über dem Meer abgestürzt waren, in Schweden an Land gespült worden. Die Recherchen erwiesen sich aus verschiedenen Gründen als recht zeitraubend:

„Als ich vor mehr als zehn Jahren mit der Arbeit anfing, war es ziemlich schwierig, Informationen zu finden, denn damals gab es noch nicht so viel Material im Internet. Ich habe alle möglichen Quellen benutzt, und da die Gefallenen aus verschiedenen Ländern kamen, hat alles recht lange gedauert. Es war auch mein Ziel, lebende Angehörige zu finden, und das ist mir auch gelungen. Ich stehe heute in Verbindung mit Verwandten von allen zehn.“

Im Zuge ihrer Nachforschungen hat Anette Sarnäs auch Informationen über gefallene deutsche Flieger gesammelt:

„Ich weiß, dass 27 Deutsche identifiziert wurden. Man hatte sie zunächst an den Orten begraben, wo sie gefallen waren. Darüber hinaus gab es eine größere Anzahl Gefallener, deren Namen nicht bekannt sind. 1966 wurden die Deutschen aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Regierungen Schwedens und der Bundesrepublik auf drei schwedischen Friedhöfen bestattet. Damit sollte den Hinterbliebenen das Besuchen der Gräber erleichtert werden. Und auch der deutschen Kriegsgräberfürsorge wurde die Pflege dieser Gräber leichter gemacht.“

Der Titel des Buches von Anette Sarnäs, das im nächsten Jahr erscheinen soll, lautet: ‚Rapporterad saknad’ – zu deutsch ‚Als vermisst gemeldet’ . Allerdings hat das schwedische Wort saknad zusätzlich die Bedeutung ‚schmerzlich vermisst’ – passender könnte der Titel wohl nicht sein.

Klaus Heilbronner 

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