Du måste aktivera javascript för att sverigesradio.se ska fungera korrekt och för att kunna lyssna på ljud. Har du problem med vår sajt så finns hjälp på http://kundo.se/org/sverigesradio/
Deal mit Hawtei

Noch kein grünes Licht für Saab

Publicerat fredag 6 maj 2011 kl 09.55
Saab muss warten
(2:43 min)
Besuch aus China bei Saab (Foto: Erik Abel / Scanpix).

Zum Deal des schwedischen Automobilhersteller Saab mit der chinesischen Hawtai mehren sich die Fragezeichen: Während von Seiten der schwedischen Behörden die Kompetenz des chinesischen Unternehmens ganz offen in Frage gestellt wird, signalisieren jetzt auch die Zulieferer, dass eine Wiederaufnahme der Lieferungen wohl noch ein paar Wochen dauern wird.

Wer ist und was kann Hawtai? Diese Frage stellt sich die schwedische Öffentlichkeit nach der Bekanntgabe, dass das chinesische Unternehmen bei Saab mit 120 Millionen Euro einsteigt. So berichten schwedische Medien jetzt, dass Hawtai nicht Saabs erste Wahl gewesen sei. Von Seiten der schwedischen Botschaft in Peking wird Skepsis am Renomée von Hawtai bekundet. So berichtet Botschafter Lars Fredén im Schwedischen Fernsehen, dass Hawtai keinesfalls 81.000 Pkw produziert hat, wie es das Unternehmen selbst angibt:

„Unsere Aufgabe ist es, die Fakten anzusehen“, so Fredén. „Das muss nicht bedeuten, dass die Sache nicht gut gehen wird. Sie wollen ganz klar an die Technologie von Saab herankommen. Und Saab will das Geld der Chinesen. Das kann doch eine schöne Hochzeit werden.“

Häufig den Chef gewechselt

Allein schon der Umstand, dass Hawtai in den letzten sieben  Jahren sechs Mal den Chef gewechselt hat, spricht nicht sonderlich für das Unternehmen. Zwar sind  Vertreter aus der Chefetage bei Hawtai schon am Donnerstag im westschwedischen Trollhättan bei Saab vorstellig geworden, mit Kommentaren hielten sie sich jedoch zurück.

Während Saab dringend Bares benötigt, um die Zulieferer zu bezahlen, mehren sich die Anzeichen, dass alles wohl etwas dauern wird. So betonte Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt bei einem Besuch in Göteborg gegenüber der Nachrichtenagentur TT, nach seinen Erfahrungen mit chinesischen Behörden werde man viel Geduld aufbringen müssen.

"Produktion in zwei Wochen"

Unterdessen signalisieren auch die Zulieferer, dass mit einem baldigen Beginn der Lieferungen und damit der Produktion bei Saab wohl kaum zu rechnen ist. Der Vorsitzende des Verbandes der schwedischen Automobilzulieferer, Sven-Åke Berglie, glaubt, dass sich die Verhandlungen mit Saab kompliziert gestalten könnten, wie er dem Schwedischen Rundfunk zu verstehen gibt:

„Man muss sich einigen, wie die alten Forderungen bezahlt werden, und wie die Bedingungen für zukünftige Zahlungen aussehen. Ich glaube, das werden ziemlich anstrengende Verhandlungen und Diskussionen. Unser Tipp ist, dass die Produktion wohl wieder in zwei Wochen anlaufen kann.“

Saab wollte eigentlich bereits in der kommenden Woche die Produktion anlaufen lassen. Mit mehreren hundert Millionen steht das Unternehmen laut Berglie bei den Zulieferern in der Kreide. Eine genaue Summe wollte er nicht nennen.

Wichtig für Saab ist, sobald wie möglich wieder Autos anzubieten, die dann auch Zuspruch bei den Kunden finden werden. Einen Fingerzeig könnte da der letzte Autotest in der Tageszeitung Svenska Dagbladet geben. Im Vergleich mit dem neuen Audi A 6 hat der Saab 9-5 – wenn auch nur knapp – den Kürzeren gezogen.

Dieter Weiand

Grunden i vår journalistik är trovärdighet och opartiskhet. Sveriges Radio är oberoende i förhållande till politiska, religiösa, ekonomiska, offentliga och privata särintressen.
Har du frågor eller förslag gällande våra webbtjänster?

Kontakta gärna Sveriges Radios supportforum där vi besvarar dina frågor vardagar kl. 9-17.

Du hittar dina sparade avsnitt i menyn under "Min lista".