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Geschichtsforschung

Der Säpo auf der Spur

Publicerat tisdag 10 maj 2011 kl 10.23
Säpomethoden erforscht
(1:47 min)
Erster Objekt gezielter Polizeiüberwachung - die Arbeiterbewegung (Foto: Scanpix).

Mehr als 100 Jahre lang hat sie Personen beschattet, bespitzelt und überwacht – jetzt ist sie selbst zum Objekt der Forschung geworden – Schwedens Reichskriminalpolizei, die später unter dem Namen Säpo also Sicherheitspolizei, bekannt geworden ist. Die Historikerin Janny Langkjaer hat erforscht, womit sich die Säpo so alles befasst hat und welche Methoden dabei zur Anwendung kamen.

Es begann offenbar alles mit der Arbeiterbewegung zum Ende des 19. Jahrhunderts. Die Historikerin Janny Langkjaer hat herausgefunden, wie im Mai 1885 die damalige Kriminalabteilung der Polizei die Arbeiterbewegung überwachte: „Man ist auf die Versammlungen gegangen und hat mitgeschrieben, was gesagt wurde. Die Veranstalter wurden sogar verpflichtet, den Stenographen der Polizei einen Tisch zur Verfügung zu stellen. Sie waren sich also darüber bewusst, was da geschah.“

Diese Aktion betrachtet Langkjaer als Beginn der Sicherheitspolizei: das systematische Sammeln von Informationen über politische Bewegungen. Damals geschah dies also unter Mitwissen der Untersuchungsobjekte. Die Untersuchung damals hat nicht zu einer einzigen Anzeige geführt, wie Langkjaer bemerkt: „Man hat die Angaben in Berichten gesammelt, die beim Polizeichef in Ordnern aufbewahrt wurden.“

Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts ändern sich dann die Methoden. So wurden etwa Einwanderer aus dem revolutionären Russland systematisch beschattet und überwacht, heimlich fotografiert und auch tagelang verhört. Diese auch unter juristischen Gesichtspunkten zweifelhaften Methoden des analytischen Ansammelns von Information ziehen sich dann wie ein roter Faden durch die Geschichte der Säpo, meint Jenny Langkjaer: „Wenn man jemanden überwachen will, kränkt man unter Umständen eben den Einzelnen. Meine Forschung macht deutlich, dass Überwachung damals wie heute problematisch ist.“

Bleibt zu hoffen, dass die Arbeit der Historikerin nicht nur von anderen Wissenschaftlern gelesen wird, sondern auch von Polizeibeamten und Politikern.

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