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Umwelt

Forstunternehmen missachten Umweltschutz

Publicerat måndag 9 maj 2011 kl 13.37
Forstunternehmen holzen geschützte Wälder ab
(2:41 min)
Vorsicht, Abholzungsgefahr (Foto: Anders Wiklund/Scanpix)

Mehrere schwedische Nutzholz-Unternehmen missachten die Bestimmungen zum Schutz der Wälder, obgleich sie laut ihrer Umweltzertifizierung zu eine sorgsamen Umgang verpflichtet sind. Das geht aus Berichten des Schwedischen Rundfunks hervor. Zu den Umweltsündern gehört demnach auch ein Staatsunternehmen.

Schwedens Forstindustrie hat in Sachen Umweltschutz international einen guten Ruf. Das betrifft nicht zuletzt den Schutz jener Wälder, die als so genannte Schlüsselbiotope eingestuft worden sind. In diesen Forstgebieten dürfen die Unternehmen kein Holz schlagen – jedenfalls nicht, wenn sie das begehrte Umweltzertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) bekommen und behalten wollen. „Die FSC-Regeln für Bäume mit hohem Naturschutzwert sind deutlich“, erklärt Håkan Berglund, bei der unabhängigen internationalen Organisation verantwortlich für Forstwirtschaft und Standardisierung. Die Schlüsselbiotope seien von der Verwertung auszunehmen.

Theorie ist nicht gleich Praxis

Sämtliche große Forstunternehmen Schwedens sind FSC-zertifiziert. Doch wie die Untersuchungen des Rundfunkprogramms „Kaliber“ belegen, klaffen Theorie und Praxis auseinander. Forstunternehmen, die einerseits stolz das Gütesiegel präsentieren, fällen andererseits in großem Umfang Bäume just in den Waldgebieten, zu deren Schutz sie sich im Zuge der Zertifikation verpflichtet haben. Auf die Nachfrage des Rundfunks hin äußern sich die betroffenen Firmen vage: „Tja, ich kann nicht darauf antworten, wie es in dem konkreten Fall zugegangen ist“, so Daniel Forsberg von Stora Enso Skog auf die Frage, weshalb das Unternehmen vier der schützenswerten Wälder abgeholzt hat. Dies belegen Satellitenbilder des Staatlichen Amtes für die Waldverwaltung. Demnach gehört auch das staatseigene Unternehmen Sveaskog zu den Naturschutz-Sündern: Es hat zwei solcher Wälder abgeholzt. „Es ist natürlich jedes Mal unglücklich, wenn wir auf eine Weise vorgegangen sind, die nicht korrekt war“, sagt Herman Sundqvist von Sveaskog.

Bestimmungen nicht ernst genommen

Insgesamt scheint man die Bestimmungen des Forest Steward Council nicht 100-prozentig ernst zu nehmen: Wie die Untersuchungen zeigen, haben neben Stora Enso und Sveaskog eine Reihe weiterer Unternehmen in den vergangenen zehn Jahren beim Amt für Waldverwaltung Genehmigungen für das Abholzen schützenswerter Wälder beantragt. Nach den Veröffentlichungen des Rundfunks hat Stora Enso nun betont, man werde die Angaben zunächst intern genau untersuchen. Die gesammelten Informationen wird man laut Daniel Forsberg von Stora Enso anschließend unabhängigen, externen Revisoren zur Auswertung übergeben.  

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