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Schulen in Einwanderervierteln

Immer weniger schaffen den Schulabschluss

Publicerat onsdag 19 oktober 2011 kl 12.35
Mangelware Schulabschluss
(2:39 min)
Rosengård in Malmö: Tristesse - auch in der Schule

Eine wachsende Zahl von Schülern verlässt die obligatorische neunjährige Grundschule ohne Abschluss und somit ohne Qualifikation, eine weiterführende Schule zu besuchen. Wie der Schwedische Rundfunk berichtet, hat sich die Situation zumal in den leistungsschwächsten Schulen im Laufe der vergangenen zehn Jahre zugespitzt. Die Bildungsstätten mit den schlechtesten Leistungen liegen sämtlich in Wohngebieten mit hohem Ausländeranteil und geringem materiellen Lebensstandard.


Die Hjulsta-Schule in Stockholm darf sich offiziell mit dem wenig schmeichelhaften Etitkett der schlechtesten Schule der Hauptstadt schmücken. Darüber hinaus zählt sie zu den vier schlechtesten Schulen in Schweden insgesamt. Nur vier von zehn Schülern der Hjulsta-Schule verlassen die neunte Klasse mit einem gültigen Abschluss. Vor zehn Jahren waren es zumindest noch sechs von zehn. Ahmed, Mona und Mahira besuchen derzeit die neunte Klasse. Auf ihre Schule geben sie nicht viel: „Hier bringen sie einem nichts bei.“ „Ständig wechseln die Lehrer.“ „Es wird enorm viel geschwänzt.“

Segregation wächst

Ähnlich Besorgnis erregend wie in Hjulsta, mit einem wachsenden Anteil von Schülern ohne Abschluss, ist die Tendenz in den drei übrigen landesweit schlechtesten Schulen, der Fredriksdals-Schule in Helsingborg, der Hammarkulls-Schule in Göteborg und der Rosengårds-Schule in Malmö. Mit gerade mal 28 Prozent Schülern mit gültigem Abschluss im Jahr 2010 ist letztere Schwedens absolutes Schlusslicht. Jan Valeskog, Sozialdemokrat und stellvertretender Vorsitzender im Stockholmer Bildungsausschuss, fordert mehr finanzielle Unterstützung für die leistungsschwächsten Schulen: „Es ist absolut notwendig, dass die meisten Mittel an die Schulen gehen, die sie am dringendsten brauchen. Die Unterschiede zwischen den Schulen sind enorm groß geworden, Ergebnis ist eine wachsende Segregation. So kann das nicht weitergehen.“

Tropfen auf den heißen Stein?

Zumindest die Hauptstadt sei jetzt aber auf dem richtigen Weg, meint Johanna Sjö. Die Politikerin sitzt ebenfalls im Stockholmer Bildungsausschuss, allerdings für die regierenden konservativen Moderaten. Gerade erst habe man beschlossen, der Hjulsta-Schule mehr Mittel zufließen zu lassen, so Sjö. „Die Stadt Stockholm hat sich entschieden, das gesamte System zur Verteilung von Mitteln für die Schulen zu verändern. Die Schule in Hjulsta wird daraufhin weitaus mehr Geld erhalten als die meisten anderen, eben weil es in Hjulsta mehr Bedarf gibt.“ Doch laut Jan Valeskog sind die erweiterten Mittel wohl kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein: „Die Ressourcen werden um zwei Prozent aufgestockt. Das Problem ist: Gleichzeitig müssen die Schulen insgesamt 1,1 Prozent am Budget sparen. So viel dürfte da nicht übrig bleiben.“

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